Ostertürme

Hallo’e!

Bin is nis der Osterhase, aber is möste Euch ein paar Fotos ins Nest legen’e. Letztes Jahr habe is noch einige Bismarcktürme besucht, von denen is jetzt beristen will, ete.

Dank langen Staus und vielen Baustellen kamen wir leider verspätet am ersten Turm an, ete. Dort haben wir uns mit unserem Freund Steffen getroffen und sind zum Hügel hinauf. auf dem das Denkmal steht’e.
Der Turm in Essen ist s’ön gelegen. Das Wetter klarrte auf und die Sonne leustete uns den Weg, so daß wir uns im Trockenen ums’auen konnten’e.

Danach sind wir noch s’nell nach Velbert gebraust’e. Weil meine drei mens’lis’en Freunde später auf ein Konzert wollten, mußten wir uns beeilen, ete. Leider hatte das Wetter s’on wieder umges’lagen und die Sonne hat sis versteckt, bis wir beim zweiten Turm ankamen’e. Dafür konnte man hier auf den Bismarckturm hinauf und einen Blick auf die Stadt werfen’e.

Essen (Kray)    &   Velbert

Die Fotos zu meinen anderen Ausflügen reis’e is nach und nach nach, ete.
Großes Osterelkehrenwort, ete. ;-)

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Städtepartnerschaft

Ab 30 – zwischen Düsseldorf & Köln

Strenge Lokalpatrioten würden wohl jegliche Gemeinsamkeiten zwischen Köln und Düsseldorf vehement abstreiten. Eines haben die beiden Metropolen jedoch auf jeden Fall gemeinsam: Sie wurden im März 2017 mit einem Konzert des Schleicher-Orchesters beehrt. Wir wohnten beiden bei und möchten hiermit darüber berichten.

Seit dem letzten Konzert in Remscheid in dieser großen Besetzung vor 1 1/2 Jahren bleiben es vorerst die einzigen Konzerte im Frühjahr; ein Grund, sich keines davon entgehen zu lassen. Zudem war es uns witterungsbedingt im Januar nicht möglich, in Wuppertal beim Konzert im Quartett dabei zu sein, daher freuten wir uns schon sehr auf beide Abende.

 

Anfang März öffnete die Jazz-Schmiede in Düsseldorf ihre Pforte für das Orchester mit seinem Leiter Andreas Schleicher. Ein schöner Konzertraum mit einigen Tischen, der eine gemütliche Atmosphäre vermittelt. Wie immer begonnen die Jungs den Abend, soll heißen: Konstantin Wienstroer, Jörg Siebenhaar, Heiko Braun und Andre Krengel betraten zuerst die Bühne. An diesem Abend war zudem ein “very special guest” anwesend: Rocko Rockbird, der Kakadu, der den Groove hat und schöner und formvollendeter Headbangen kann als mancher Heavy Metal Sänger. Wenn er nicht gerade bei schnellen Stücken abging, saß Rocko tiefenentspannt und sehr zufrieden aussehend auf seinem Platz neben Andre und gab diesem moralische Unterstützung.
Wie gehabt, wurden Gesa Hangen, Monika Schleicher, Gudrun Edelkötter und Heike Haushalter vor “Wellenklang” von Andreas vorgestellt.

Obwohl die Konzerte noch unter der Flagge und Album “Mädchen gegen Jungs” segeln, hat sich das Programm durch einige neue Songs schon etwas verändert. Mittlerweile gibt es etliche neue Stücke zu hören, wie “Buzz Aldrin”, “Verkriechen”, “Wurm”, “Langer Tag” oder “Halb so schnell”. “Hunger nach Fisch” zum Beispiel ist dadurch auch nur noch einmal im Set vertreten, man muss also gut überlegen, wie man den “operieren”- Reim fortsetzt. ;)
Außerdem wurde “Kleine Reise” etwas überarbeitet: Der neue Name ist “Raus” und hat ebenfalls leichte Textveränderungen erfahren (wir hoffen aber, dass das ursprüngliche “Kleine Reise” eventuell eine B-Seite oder ein kleiner Bonustrack/Demoversion wird. Wir fanden den nämlich auch so schon richtig gut).

20 Tage später ging die Reise schließlich auf die andere Seite des Rheins: In die hübsche “Volksbühne am Rudolfplatz”, ehemals Millowitsch-Theater, mitten im Herzen von Köln. Gott sei Dank ohne Staus, dafür aber mit schwitzigen Händen nach dem beängstigen Verkehr der Großstadt (Landeier on Tour eben), kamen wir in der Lokalität an. Bereits im Vorfeld hörten wir, dass es das erste Mal für das Schleicher-Orchester eine Deadline gab: Bis 22 Uhr sollte das Konzert maximal gehen, was strikt eingehalten werden mußte. Andreas gab dies auf der Bühne bekannt, somit würde es am heutigen Abend keine Pause geben.
“Hallo Köln! Ausverkauft!”, scherzte der Protagonist, nachdem er zu “Kurz vor Acht” auf die Bühne gekommen war. Dies war leider nicht ganz der Fall, trotzdem hatten sich einige Zuhörer im Theater eingefunden, die allesamt Lust auf den Abend hatten und von Anfang an mitmachten.

 

Durch oben erwähnte Deadline konzentrierte sich das Schleicher-Orchester mehr auf die Musik und es wurden auch einmal 2 Stücke hintereinander gespielt ohne Ansage dazwischen. Andreas ließ sich durch diese Einschränkung jedoch nicht nehmen, mit dem Publikum zu agieren, er mußte sich lediglich manchmal etwas kürzer fassen. ;-)
Ich möchte einmal ganz besonders den Sound lobend erwähnen, den Thomas Naatz in Köln hervorragend hinbekommen hat. Insbesondere bei den schnellen Stücken, wenn Heiko Braun mehr Druck in sein Percussionspiel legte, klangen die Songs so gut, dass man sie für eine Live-CD hätte mitschneiden können.

Nach “Flaschengeist” hieß es dann “Hier hätte Ihre Pause sein können”, die aus o.g. Gründen jedoch nicht stattfand. Andreas gab den durstigen Seelen des Publikums jedoch 5 Minuten zum Getränkeholen, was wir ebenfalls nutzten, um unseren Standpunkt von Reihe 1 (welche eigentlich Reihe 0 mit Nackenkissen für den steifen Hals sein sollte) auf den Balkon im Theater zu verlegen. Andernfalls wäre dieser Bericht sehr einseitig bebildert worden. Von unserem Platz in Reihe 1 sahen wir nämlich lediglich Andreas, Andre und Heiko, der Rest verschwand hinter Notenständern und Instrumenten.

 

Nicht nur durch die Lokalität war dieses Konzert etwas ganz besonderes für alle, insbesondere Andreas. Sein engster Familienkreis war zugegen, was die Darbietung von “Anderer Stern” an diesem Abend außerordentlich emotional machte. Man glaubt ihm immer jedes Wort, das er singt, aber der Song fühlte sich noch intensiver an wie sonst. Gänsehaut bis oben auf dem Balkon!
Leider rückte es viel zu schnell auf 22 Uhr zu und als allerletztes Stück sollte es eigentlich das ruhige “Stop this train” zu hören geben. Das seit einigen Liedern stehende Publikum jedoch hatte andere Pläne und forderte etwas schnelleres. Überstimmt mußte sich das Orchester geschlagen geben und “Ab 30” beschloß pünktlich den Abend.

Für uns war das Konzert in Köln das zwölfte unter dem Banner “Mädchen gegen Jungs”. Ich habe so eine Ahnung, dass die nächsten womöglich nach der neuen CD-Veröffentlichung dann unter einem anderen Titel stattfinden (vielleicht unter dem neuen, noch nicht feststehenden Albumtitel – mein Vorschlag ist einfach: “Pop. Deutsch. Prima.” ;-)).
Falls dem so ist, haben wir den Zyklus “Mädchen gegen Jungs” von Anfang an verfolgt, begonnen mit dem Akustikkonzert der Jungs im Steinbruch 2012, gefolgt vom ersten großen “MgJ” Konzert in Wuppertals Cafè Ada, bis hin zu dem letzten Konzert in Köln. Hat viel Spaß gemacht und wir freuen uns auch weiterhin auf mehr! :)

Musikalische Vögel in Düsseldorf

Mer knipse de Band in Kölle

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Aktive Musiktherapie

Roy Rocks Las Bochum

Die Lebensgeschichte von Roy Sanders ist schon eine besondere. Als einziges Kind einer Putzfrau des La Mirage in Las Vegas, wuchs er in der Wüstenstadt auf und wurde dort kurzzeitig zum Superstar und King of Superparty. Als sein Stern dort schon lange verblasst war, kam er über Umwege zum Arbeitsamt nach Bad Salzuflen. Dort traf er auf Bert Kortheim, welcher den ehemaligen Showstar kannte, denn er wuchs mit seinen Platten und einem Bravo-Starschnitt von Roy Sanders über seinem Bett auf. Der hilfsbereite Beamte versuchte dem ehemaligen Entertainer zu helfen und zu vermitteln. Dabei merkte er aber schnell, daß Roy Sanders zusätzlich medizinische Hilfe benötigte, denn in seinem Kopf ist er immer noch der gefeierte Showstar.
Nach medizinischer Beratschlagung mit verschiedenen Ärzten und Therapeuten kam Bert Kortheim auf eine ungewöhnliche Therapie, um seinem Kindheitsidol zu helfen: Er veranstaltet in unregelmäßigen Abständen kleine Konzerte, in denen sich Herr Sanders musikalisch austoben kann. Vor seinem geistigen Auge spielt Roy Sanders immer in den größten Hallen der Republik.

Wie am vergangenen Samstag, als Bert Kortheim den Bochumer Zauberkasten als Ort für die musikalische Therapie ausgesucht hatte. Er schreibt die Veranstaltungen immer bei sozialen Diensten und Medien aus und bittet um Unterstützung von geschultem Fachpersonal. So kamen auch an diesem Abend wieder viele hilfsbereite Menschen aus den verschiedensten Pflegeberufen in dem kleinen Ort zusammen, der seinen Namen zu Recht trägt. Das Etablissement hat schon etwas Zauberhaftes.

Am Anfang hat man Herrn Kortheim angemerkt, daß er es nicht genießt, im Rampenlicht zu sitzen. Als Beamter versucht er jegliche Aufmerksamkeit zu meiden. Im Gegensatz zu dem blonden Zirkuspferd, das vom  ersten Moment an außer Rand und Band war. Roy Sanders schien an diesem Abend besonders aufgedreht. Die beiden unterschiedlichen Musiker begrüßten ihr “Publikum” ;-) mit “Love is Air”. Immer ein wachsames Auge auf seinen Schutzbefohlenen, ob er auch alle Noten trifft und die richtigen Lieder spielt, blieb Bert Kortheim nichts unbemerkt. Natürlich sorgte er während der ganzen Sitzung fürsorglich dafür, daß der King of Superparty seine Medikamente einnahm und verabreichte einige Pillen, die umgehend die entsprechende anregende oder beruhigende Wirkung hatten.

Die Anwesenden wurden Zeuge, wie die gute Stimmung, für die das ungleiche Duo sorgte, ihren Weg zurück auf die Bühne fand.  Der lustlose Gesichtsausdruck von Bert Kortheim wich schnell dem Frohsinn und selbst Roy Sanders konnte sich ein echtes Lachen mehr als einmal nicht verkneifen. Egal, ob Roy Lieder von seinem vermeintlichen Vater, deutsche Gassenhauer oder Hits von KISS oder Al Bano & Romina Power spielte: Alles tat er mit ansteckender Energie. Vor sich, tausende begeisterter Fans im Hard Rock Hotel in Las Vegas. Zumindest durch die Gläser seiner Sonnenbrille hatte der Zauberkasten eine verblüffende Ähnlichkeit damit.

Zwischen den Liedern erzählte er aus seinem bewegten Leben. Um Verständigungs-schwierigkeiten zu vermeiden, übersetzte Herr Kortheim die englischsprachigen Ansagen.  Nicht immer wortwörtlich, aber das kann man dem kleinen Mann mit dem großen Herzen wahrlich nicht ankreiden. Dafür hat er gelernt, sich von Roy Sanders nicht immer die Show stehlen zu lassen. Bei einigen Liedern durfte er ans Mikro. Aber selbst, wenn er auf der Bühne ein Lied vorträgt, vergißt er nie seine Mitmenschen. Besorgt fragte er nach, als eine blonde Frau in der ersten Reihe keine Luft mehr zu bekommen schien; das Plektrum blitzschnell gegen einen Kugelschreiber für den Luftröhrenschnitt getauscht. Zum Glück war der Einsatz nicht nötig und er konnte sich weiter auf seinen Langzeitpatienten konzentrieren und bot mit ihm weitere Klassiker der Populärmusik dar.

Am Ende des vergnüglichen Abends vergaß selbst Bert Kortheim, daß das Konzert nur einen therapeutischen Auftrag hatte und fiel dem Helden seiner Jugend schmachtend um den Hals. Dem anwesenden Pflegepersonal erging es ähnlich, denn unter lautem Jubel und tosendem Applaus wurden die beiden Hobbymusiker in den Feierabend entlassen. Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man lachend nach Hause fährt, mit der Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben. Deshalb werden wir auch nächstes Mal wieder helfen, wenn Bert Kortheim in einer nächsten Sitzung um Unterstützung bittet.

Dokumentierte Fortschritte

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Gartenfreunde

Die Bärchen mit den grünen Pfoten


Jetzt, wo der Winter langsam altersmilde wird und an den Frühling übergibt, haben sich drei meiner Mitbewohner auf eine kleine Reise begeben. Sie wuselten durch ein Gartencenter um sich einen Eindruck zu verschaffen, was man so alles im Garten anbauen und -pflanzen kann.

Von dem Ausflug haben sie selbstverständlich ein paar Fotos mitgebracht.
Blumen & Bären

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Ja, mir san mi’m Panzer da

To Oberhausen and back

Vor über 8 Jahren spielten Sabaton ihre erste ausverkaufte Show außerhalb Schwedens vor uns und weiteren 278 Personen im Duisburger Parkhaus Meiderich. Zu der Zeit hatten sie noch nicht einmal ein eigenes Banner und das Publikum stand buchstäblich fast mit auf der Bühne.
Im Jahre 2017 schaffte die Band es nun, mit der König-Pilsener Arena in Oberhausen eine der größten Hallen des Landes zu füllen und über 10 000 Menschen anzulocken. Mittlerweile ist ein Banner schon überholt, denn was Sabaton mittlerweile auf der Bühne auffahren, ist sensationell. Aber dazu später mehr.

Der sehr ungastlichen Witterung trotzend, schlitterten schon viele Fans um 18 Uhr zur Halle und wurden von der ersten Band “Twilight Force” auf eine Fantasyreise mitgenommen. Um Sänger Chrileon scharten sich nämlich diverse Orks und/oder Elfen, die mit ihrem “Adventure Metal” die bereits gut gefüllte Halle beschallten. Bei uns blieb leider nichts hängen, aber die Band freute sich offensichtlich über die positive Resonanz des Publikums.

Nach kurzer Umbaupause starteten die Co-Headliner Accept mit ihrem klassischen “Teutonenmetal”. Mitgegründet von Udo Dirkschneider kann die Band auf eine über 25jährige Geschichte zurückblicken und hat somit einige Klassiker im Gepäck und viele Anhänger in der Halle, denn sie wurden ordentlich abgefeiert. Von unserem Platz aus sah man einige Köpfe rotieren und Fäuste in die Luft recken. Insbesondere bei Hits wie “Balls to the wall” oder “Princess of the dawn” kochte die Arena. Zudem zeigte die Band eine hohe Spielfreude und agierte viel mit dem Publikum. Mark Tornillo, seit 2009 Sänger der Band, hielt sich dabei eher im Hintergrund und überließ den Gitarristen das Posing.
Ein sehr kurzweiliger Gig, der einem wirklich Lust machte, sich mehr von der Band anzuhören.

Allmählich wurde die Halle richtig voll und die Anspannung stieg. Das Licht ging aus und die ersten Töne von “In the army now”, in der Coverversion von Sabaton, erklangen. Ein passender Einstieg für eine Band, die die Kriegsthematik in allen Facetten beinhaltet – die Fans sind ihre -immer weiter ansteigende- Armee. Erster Song im Programm ist seit geraumer Zeit “Ghost Division” und die Band gab von Anfang an Vollgas; allen voran Joakim Broden, der quer über die Bühne rannte und selten still stand.
Die gesamte Halle, was in diesem Fall auch keine Übertreibung ist, ging von Anfang an mit: Sang, Jubelte, Klatschte die gesamten Songs durch. Auch auf den Rängen hielt es niemanden auf den Plätzen. Eine absolute Seltenheit, die aber die mitreißende Wirkung von Sabaton unterstreicht, die immer noch eine unbändige Spielfreude an den Tag legen.

Im Vordergrund standen Songs von ihrem aktuellen Album “The last stand”, wie z.B. das keltisch angehauchte “Blood of Bannockburn”, sowie “Sparta”, bei dem sich nicht nur Joakim das passende Kostüm überwarf: Auch einige Spartaner (man munkelt, es seien die Orks von Twilight Force) unterstützten tatkräftig die fünfköpfige Band auf der Bühne.Wie oben bereits erwähnt, können Sabaton mittlerweile nicht bloß ein Banner aufweisen, nein, sie sind bereits schon eine Ebene darüber. Das Schlagzeug thront auf einem großen Panzer, der gelegentlich schießt und Feuersalven abfeuert. Die Bühnenlandschaft ist mit diversen Kisten ausgestattet und jeden Mikrofonständer ziert ein Kriegshelm. Als Krönung haben sich Sabaton eine große Leinwand gegönnt, mit der jedes Lied thematisch mit passenden Bildern und Videos untermalt wird. Showtechnisch lassen sich Sabaton nicht lumpen, aber es wirkt alles stimmig und nicht “over the top”.

Es wurde Zeit, das neue Bandmitglied vorzustellen: Tommy Johansson, der direkt seine Qualitäten als Bier-Vernichter unter Beweis stellen mußte und tatsächlich Joakim im Wett-Trinken besiegte. Aber nicht nur am Bier, auch an der Gitarre bewies er sein Können und paßte durch seine sympathische Art gut ins Bandgefüge. Auf seinen Wunsch hin, ging es mit “Swedish Pagans” weiter, was von der Halle euphorisch aufgenommen wurde.
Sabaton griffen in der Setlist auf 6 Alben zurück, und bewiesen die Hitqualitäten und Eingängigkeit ihrer Songs.

Ruhiger wurde es bei einem kurzen akustischen Part, bei der Tommy das Klavier übernahm und Pär Sundström und Chris Rörland ihre elektischen Instrumente gegen akustische tauschten und Drummer Hannes Van Dahl von seinem Panzer hinabstieg und mit einer Standdrum begleitete. Dargeboten wurde “The final Solution”, was in dieser Version natürlich gut klang, aber, und das ist nur meine Meinung, vielleicht nicht die beste Wahl für diesen Teil war. Ich weiß nicht, ob sich Songzeilen wie “lost to the world as they parish in flames” wirklich für Lagerfeuerromantik eignen. Eine Abwechlung war es aber allemal.

Die unvermeidlichen “Noch ein Bier”- Rufe wurde mit einer umgetexteten Version von “Gott mit uns” schließlich bedient. Besonders gefreut habe ich mich über “The lost Battalion” vom neuen Album. Kurz vor den Zugaben gab es noch eine kurze Ansprache von Joakim, der sich für die stete Unterstützung der deutschen Fans seit so vielen Jahren bedankte und sogar besagte Show im Parkhaus erwähnte. In den letzten zehn Jahren ist keiner an den sympathischen Schweden vorbeigekommen. Vom Support und Geheimtipp haben sie sich durch ihr unentwegtes Touren weltweit ein immer größeres Publikum erspielt und am heutigen Abend die größte Menschenmenge in einer Soloshow versammelt. Wahrlich ein Meilenstein, den sie sich absolut verdient haben und dabei sind sie immer noch so sympathisch und auf dem Boden geblieben, dass man ihnen immer noch glaubt, dass sie wieder im Parkhaus spielen würden.

Die Zugaben holten dann nochmals alles aus dem Panzer heraus: Feuersäulen, Explosionen und ein Konfettiregen breitete sich über dem Publikum aus, welches immer noch bis in die letzte Reihe mitklatschte und bangte. “Primo Victoria”, “Shiroyama” und “To Hell and back” machten den Abend komplett und entließen glückliche Fans in die Blitzeis-Nacht. Auf jeden Fall war dies nicht “The last Tour”, weder für Sabaton, noch für uns, denn die Schweden werden wir mit Sicherheit wieder besuchen, wenn sie das nächste Mal mit dem Panzer vorfahren.

Photo Division

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