Join together with the band

Gänseblümchen in Köln

Nach einer kleinen Sommerpause meldet sich der Plüschblog mit einem Konzertbericht zurück. Im Hollywood Vampires-Bericht hatten wir kurz erwähnt, dass wir ein Headlinerkonzert der “Dead Daisies” besuchen wollten, was wir Ende Juli in die Tat umgesetzt haben. Ihr emsiges Touren als Vorband von KISS und Konsorten scheint ihnen bereits eine große Fangemeinde beschert zu haben, denn das Luxor in Köln war bereits im Vorfeld ausverkauft.

Eine stattliche Menge an Leuten hatte sich bereits vor dem kleinen Kölner Club versammelt und auch einige Bandmitglieder gaben bereits gut gelaunt Autogramme, verschwanden jedoch zeitig im großen Bandbus, der direkt vorm Clubeingang drei Parkplätze einnahm.
Im Luxor ist zeitiges Erscheinen (vor allem bei ausverkauftem Haus) angebracht, denn ab der 3. Reihe wird es bereits schwierig, die Menschen auf der Bühne zu sehen. Ein Problem, welches wir selten haben :) Auch diesmal wurde es mit einem Platz ganz vorne rechts belohnt.

Bevor jedoch die Gänseblümchen auf die Bühne kamen, war es die Aufgabe von “The New Roses”, dem Kölner Publikum einzuheizen, was den Wiesbadenern auch sehr gut gelang. Musikalisch irgendwo zwischen “Guns ‘N Roses, Aerosmith und AC/DC angesiedelt, und mit einem symphatischen Frontman, brachten sie das Luxor bereits auf eine ordentliche Betriebstemperatur.

Diese konnte sich noch steigern, als Doug Aldrich, Marco Mendoza, Brian Tichy, David Lowy und John Corabi die Bühne einnahmen und mit “Midnight Moses” fulminant loslegten. Es mag vielleicht etwas ungewöhnlich erscheinen, mit einem Cover die Setlist zu beginnen (Original von der “Sensational Alex Harvey Band”), doch die ersten Worte “Hey! Hey, hey, hey!”, kraftvoll von Herrn Corabi ins Publikum geworfen, sind ein optimaler Einstieg und das Stück gibt den Sound der Dead Daisies gut wieder.Natürlich haben die Amerikaner nach 3 Studioalben genügend eigene Lieder im Gepäck, um ein Solokonzert zu bestreiten. Aktuell machen sie kräftig Werbung für ihr im August erschienenes Album “Make some noise”, welches beim Abend des Konzerts jedoch noch nicht veröffentlicht war. Von diesem gab es in Köln einige Stücke zu hören, wie z.B. der Titeltrack oder die erste Single “Long way to go”.

Man merkte den Anwesenden auf der Bühne ihre Spielfreude an und alle gaben ordentlich Gas. Dass sie auch ruhige Töne genauso gut beherrschen, stellten sie bei “Something I said” unter Beweis, bei dem auch John Corabi zur akustischen Gitarre griff. Zwischendurch fanden sich immer wieder gelungene Coverversionen wie “Fortunate Son” (Creedence Clearwater Revival) oder “Join together” (The Who), welches Saitenhexer Doug Aldrich mit einem Gitarrenkatheter-Solo einläutete (Musikern ist das Gerät vielleicht auch als Talkbox bekannt). Dieser Effekt verleiht dem Song etwas ganz Eigenes und einen mitreißenden Groove.

Die Band war gut gelaunt und verteilte munter Plektren und Lächeln für die ersten Reihen. Beim Drum-Solo vor “Fortunate Son” trommelte Brian Tichy derart leidenschaftlich, dass ein Drumstick in der Decke über ihm steckenblieb, was die Band jedoch erst ca. 3 Songs später bemerkte. Als letztes Stück vor den Zugaben gab es mit “Helter Skelter” noch ein famoses Beatles-Cover.

Hatten wir in Hamburg noch das Gefühl, einen zusammengewürfelten Trupp an Musikern zu sehen, machten The Dead Daisies in Köln (und bereits in Herborn) den Eindruck einer festen Band, die gut aufeinander eingespielt ist und genau die Art von Musik machen, auf die sie Lust haben. Coverversionen und eigene Stücke halten sich die Waage, wobei die Gruppe den fremden Songs noch ein eigenes Flair verleiht. Wer also Lust hat auf sehr gute, klassische Rockmusik, sollte sich unbedingt eine Show der Dead Daisies ansehen. Die Gelegenheit dafür gibt es im November.

Blumenbilder

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Rückkehr in den Sherwood Forest

Robin of Sherwood – The Knights of the Apocalypse

Review in English

Bisher hatten wir noch keinen Bericht über Hörspiele im Blog. Das wird sich heute ändern, denn wer erinnert sich nicht an die legendäre Robin Hood Serie aus den Achtzigern? Zugegeben, in meinem Bekanntenkreis die Wenigsten. Das scheint aber nicht repräsentativ zu sein und es scheint noch genug Menschen zu geben, die mit dieser außergewöhnlichen Serie groß geworden sind und sie bis heute lieben. Ihr glaubt mir nicht? Dann werdet ihr auch nicht glauben, daß letztes Jahr, dreißig Jahre, nachdem die Abenteuer zu Ende gegangen sind, ein neues Hörspiel mit der Originalbesetzung bekanntgegeben wurde. Innerhalb kürzester Zeit ist das Doppelte des anvisierten Zieles auf der Crowdfunding-Plattform eingegangen.
Das könnt ihr glauben, denn sonst könnte ich jetzt nicht über das neue Hörspiel berichten.

Ein Zeichen dafür, daß ich nicht der Einzige bin, der die Kindheitserinnerungen bewahrt hat. Ach, was habe ich Nasir geliebt. Der erste und beste Sarazene, der je an der Seite von Robin Hood seine Schwerter gezogen hat.
Ich finde nach wie vor, “Robin of Sherwood” gehört zu den Serien, denen die Zeit wenig anhaben kann. Die Mischung aus Abenteuer mit einer Prise Fantasy, spektakuläre Schwertkämpfe, gepaart mit der Musik von Clannad haben ein kleines Fernsehjuwel kreiert. Welches sogar den Wechsel des Hauptdarstellers überlebte. Nicht nur für die Fans scheint die Serie etwas Besonderes zu sein, sondern auch für die Schauspieler. Alle sind ohne zu zögern wieder zurück nach Nottingham geritten.

“The Knights of the Apocalypse” basiert auf einem Skript des verstorbenen Richard Carpenter, dem Schöpfer dieser Robin Hood-Inkarnation. Es spielt nach dem Ende der dritten Staffel und führt die Geschichte von Robin und seiner Bande fort. Dieses Mal müssen sie es nicht nur mit dem Sheriff von Nottingham (Nickolas Grace, wie immer großartig und übel gelaunt wie immer), sondern mit den Rittern der Apocalypse aufnehmen. Ein Ritterorden, der seine Macht und seinen Reichtum ausbauen will. Als Robins Vater in die Fänge des Ordens gerät, wird die Sache persönlich und er zieht mit seinen Mannen in den Schlacht gegen die Tyrannei und Ungerechtigkeit. Wie eh und je.

Irgendwie habe ich bei dem übernatürlichen Thema Richard O’Brien vermisst, der als Gulnar schon mehrmals seine Hexenkräfte gegen die Gesetzlosen eingesetzt hat. Aber Anthony Head und Colin Baker (mehr von ihm gibt’s im Oktober im Blog) machen ihre Sache genauso gut, den Helden das Leben schwer zu machen. Terry Molloy,  den wir letztes Jahr bereits im Blog hatten, spielt einen Abt und den Gefangenen im Nottinghamer Gefängnis. Dadurch verhilft er der Ratte Arthur zu einem kleinen Cameo. Es sind halt wirklich alle dabei. ;- )

Sobald das Titelthema von Clannad erklingt, ist man wieder mitten drin, im Sherwood Forest. Alle sehen noch so aus, wie man sie in Erinnerung hat. :- ) Außer Guy of Gisburne vielleicht, denn Freddie Fox übernahm den Part des verstorbenen Robert Addie. Robert Addie war ein Bösewicht, den man liebte zu hassen, der ideale Antagonist. Freddie Fox wirkt dagegen zu jung und stellenweise zu freundlich. Zumindest in meinen Ohren. Das ist aber mein einziger Kritikpunkt, denn das Hörspiel bietet die gewohnte Mischung aus Abenteuer und Fantasy. Die bekannten Stimmen, unterstütz durch die Musik und untermalt durch die Geräusche, läßt die Atmosphäre der Serie wieder auferstehen. Und wer hätte damit gerechnet, noch einmal an einem Abenteuer von dieser Version des grünen Bogenschützen teilhaben zu können. Ich auf jeden Fall nicht. Und jeder, der jetzt sein Pferd satteln und mit den Wolfsheads in ein neues Abenteuer reiten will, findet mehr Informationen auf der Seite von Spiteful Puppet.

Für mich sind “The Knights of the Apocalypse” der beste Beweis für das bekannteste Zitat der Serie: “Nothing is forgotten. Nothing is ever forgotten.”

Jason Connery Robin Hood
Judy Trott Lady Marian
Clive Mantle Little John
Ray Winstone Will Scarlett
Mark Ryan Nasir
Phil Rose Friar Tuck
Peter Llewellyn Williams Much
Nickolas Grace Sheriff of Nottingham
Freddie Fox  Sir Guy of Gisburne
Philip Jackson Abbot Hugo
Anthony Head Guichard de Montbalm
Colin Baker Hugo de Ridefort
Terry Molloy Prior / Old Prisoner / Priest
Michael Craig Abbot Earl of Huntingdon
Daniel Abineri Herne the Hunter
Michael Praed
Spectral Voices
*Fotos mit freundlicher Genehmigung von Barnaby Eaton-Jones/Spiteful Puppet

 

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Spaziergang mit Tieren

Letzten Sonntag haben wir einen kleinen Ausflug in den Tierpark in Niederfischbach gemacht. Heute könnt ihr eine kleine virtuelle Runde durch den Park drehen und euch ein paar putzige Gesellen anschauen. Live gibt’s nur vor Ort. ;-)

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Keine Bismarcktürm’se

Nachahmer

Als offizieller Bismarck-Elk habe is natürlis auch einen pädagogischen Auftrat, ete. Deswegen war is letztes Jahr auch unterwegs, um andere Türme zu sehen’e. Oftmals werden diese Türme von unbedarfte Mens’en als Bismarcktürme bezeichnet, obwohl es gar keine sind, ete.

Ein solches Denkmal steht in Witten. Auf dem Hohenstein haben die Wittener dem Industriellen Louis Berger ein Denkmal in Form eines Aussichtsturmes aufgestellt’e. Da dieser Turm vor der Entstehung der Bismarckverehrung geplant und gebaut wurde, kann man ihn als Vorläufer für die Bismarcktürme sehen’e. Vielen is dieser Zusammenhang aber unbekannt und halten den Turm, der s’ön gelegen in einem Park steht, fäls’lisserweise für einen Bismarckturm, ete.

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Der uns’önste Turm, den is letztes Jahr gesehen habe, is eindeutig der Kaiser-Wilhelm-II-Turm auf der Sackpfeife, ete. Zwar ist das einer von Karins’es Lieblingsorten, der Turm selber ist aber völlig langweilig’e. Eine goße Zigarette mitten im Wald gelegen’e . Zwar hat von oben eine tolle Aussist durch die Scheiben auf die umliegenden Wälder, ete, aber von außen macht der Turm nix her, finde is. Da waren die meisten Architekten der Bismarcktürme kreativer’e. Sols’e Türme bringen die s’önen Bismarcktürme in Verruf, daher merken’e: das sind keine Bismarcktürme, ete.

Berger Denkmal in Witten

Sackpfeife

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Auf einer Säule steht man nis

Vers’iedene Entwürfe

Gar nis so weit von meinem Heim entfernt steht eine kleine Bismarck-Feuersäule. Viele Bismarcktürme sind nach den Plänen des Architekten Wilhelm Kreis gebaut wurden, ete. Auch wenn der Name anderes vermuten läßt, ist der Entwurf “Götterdämmerung” ein eckiger Turm, ete. Die Säule in Bad Berleburg ist das kleinste Denkmal, das nach diesem Entwurf gebaut wurde, ete.

Zuerst einmal ist uns positiv aufgefallen, daß die Bismarcksäule gut ausges’ildert ist, ete. Leider ist das nis immer der Fall und so mußten wir uns das ein oder andere Denkmal hart erarbeiten’e. Hier aber konnten wir am Straßenrand parken und sind dem S’ild gefolgt, das auf einen Hang gezeigt hat, ete. Wirklis s’ön auf einem Hang steht die gut gepflegte Säule und von dort hat man einen tollen Blick auf das Bad Berleburger S’loss auf, das auf dem gegenüberliegenden Berg liegt’e.

Habe is s’on von dem Sonntagsausflug beristet, auf dem wir vier Denkmäler besucht haben, ete. Jetzt mös’te is das letzte zeigen’e. Die Bismarcksäule in Köln. Die Säule steht gar nis versteckt direkt an einer Hauptstraße am Rhein, ete. Sie sieht ganz anders aus, als alle Säulen und Denkmäler, die is auf meinen Reisen gesehen habe. Der Entwurf stammte nis von Wilhelm Kreis, sondern von dem Architekten Arnold Hartmann, ete. Und wie ihr auf den Fotos selber sehen könnt, is die Säule sehr imposant’e. Hat kaum Ähnliskeit mit einer Säule, sondern sieht eher nach einem ris’tigen Denkmal aus, ete.
Diese Säule gehört für mis zu den s’önsten Säulen, die für Bismarck gebaut wurden’e.

Am Hang

Am Rhein

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