Eine Stadt – Zwei Denkmäler

Bonn

Mös’te is das durchwachsene Wetter nutzen, um noch zwei Bismarck-Denkmäler zu zeigen’e, die is letztes Jahr gesehen habe, ete. Haben wir einen Sonntagsausflug zu zwei Türmen und zwei Säulen an einem sonnigen Nachmittag unternommen’e.

Von Köln war es nur ein Katzensprung bis nach Bonn, ete. Und in der ehemaligen Bundeshauptstadt stehen direkt zwei Denkmäler zu Ehren des alten Bismarck. Ein Turm steht etwas unscheinbar am Straßenrand, ete. Leider war er zu, wie soviele Türme vers’lossen’e, so daß wir nicht die Aussicht von oben genießen konnten’e.

 

Danach sind wir dann zu den Rheinauen gefahren’e. Lustigerweise kannten Karins’e und Holly die Anlagen in Gronau, weil sie hier bereits auf einem Konzert waren. Damals war ihnen gar nis bewußt, daß in unmittelbarer Nähe eine schwarze Bismarcksäule thront. Is die Säule s’ön gelegen, mit dem Rhein auf der einen und eine kleinen Teich auf der anderen Seite, ete. Waren an dem s’önen Tag viele Mens’en in dem Park unterwegs, aber kaum einer hat von der Säule Notiz genommen’e.

Am Straßenrand

Im Grünen

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Hollywood in Herborn

Tote Gänseblümchen und Vampire

“Die Hollywood Vampires kommen zum Hessentag und spielen dort ihr einziges Deutschlandkonzert!”, hieß es eines Tages im April im Radio, als ich von der Arbeit nach Hause fuhr. Sofort war mir klar: Da MÜSSEN wir hin. Es handelt sich bei dieser Band nicht nur um ein Projekt von Sänger Alice Cooper und Gitarrist Joe Perry von Aerosmith – kein geringerer als Johnny Depp steht ebenfalls an der Klampfe!
Glücklicherweise stellte sich zudem noch als Veranstaltungsort Herborn heraus – zur Abwechslung wirklich nur ein Katzensprung von uns entfernt. Schnell waren zwei “Front of Stage” Tickets gesichert und somit freuten wir uns auf den letzten Sonntag im Mai.

Seitdem auch uns klar war, dass die “Hessentag-Arena” keine überdachte Halle, sondern eine gigantische Bühne auf einem Wiesenplatz war, beäugten wir kritisch den Himmel, der wenig einladend aussah. Glücklicherweise gewannen jedoch weiße Wolken und blauer Himmel die Oberhand und somit konnten wir die lange Wartezeit bis zum Einlaß teilweise sitzend verbringen. Das Publikum war bunt gemischt. Junge Mädels, die wohl vor allem wegen Herrn Depp da waren, Kuttenträger, Erziehungsberechtigte der erwähnten Mädels, sowie eine Handvoll Johnny Depp-Lookalikes. Insbesondere einer war SO ähnlich, dass man fast ins Zweifeln kam, und dementsprechend von einer Menschentraube, die alle Selfies mit ihm wollten, umringt war. Um 18 Uhr begann der Einlaß und der buchstäbliche “Run” auf den Front of Stage- Bereich begann. Wir entschlossen uns für die linke Seite des Mittelstegs, da wir uns zuvor informiert hatten, dass Mr. Depp sich vorwiegend auf der linken Seite der Bühne aufhält. Es reichte tatsächlich für einen Platz in den vorderen Reihen und glücklich harrten wir der Dinge, die da kamen.

Die Band vor der Anheizerband “The Dead Daisies” waren “Herzog & Aurich”, ein deutsches Projekt, welches zwei Musikgenres miteinander kombiniert: Rock und Electro. Eine Kombination, die nicht jedermanns Sache ist, wie die Protagonisten erfahren mußten:
“Wo sind die Rock-Fans?” *großer Jubel* –
“Wo sind die Electro-Fans?” *Grillenzirpen, vereinzeltes Klatschen*
Damit wäre auch die Problematik der Gruppe zusammengefaßt. Das Zusammenspiel aus sich ewig wiederholenden Elektrobeats der DJs mit ein wenig E-Gitarre und E-Cello ist einfach ungewohnt. Das Konzept mag einzigartig sein und findet gewiß seine Zielgruppe, für das Herborner Publikum war es jedoch schlichtweg unpassend.

Durch das Programm führte HR3 – Radiolegende Werner Reinke, der Infos und Anekdoten zum Besten gab und die Bands ankündigte. So auch den Supportact “The Dead Daisies”, die wir im Vorjahr bereits als Anheizer für KISS in Hamburg gesehen hatten. Dort waren wir belustigt bis erschüttert über die Zusammenstellung der Gruppe, insbesonders über die Optik von Frontman John Corabi, der mittlerweile komplett anders aussieht als zu ESP-Zeiten und stempelten die Truppe als “alte Rocker, die es nochmal wissen wollen”, ab.
Jetzt ist es an der Zeit, unsere Meinung zu revidieren, denn “The Dead Daisies” waren auf dem Hessentag ein echtes Highlight. John Corabi stand nicht eine Sekunde still, lief auf der Bühne und auf dem Steg davor hin und her, suchte immer wieder den Publikumskontakt und hatte die Masse von Anfang an im Griff. Innerhalb der Band gab es auch Veränderungen, wie z.B. Gitarrist Doug Aldrich, der bereits bei Dio und Whitesnake spielte. Sie waren so gut, dass an unserer Pinnwand nun eine Eintrittskarte für ein Konzert der kommenden Headliner-Deutschlandtour hängt.

Nach diesem tollen Auftakt war die Menge angeheizt und mehr als bereit für den Hauptact, der um ca. 21:30 Uhr die Bühne betrat. Als im Bühnennebel die Silhouette von Johnny Depp erkennbar war, gab es in unserer Ecke kein Halten mehr; die Mädels begannen zu kreischen und ein Meer von Smartphones richtete sich auf die linke Bühnenseite. Diese Seite erwies sich in der Tat als goldrichtige Wahl, denn Mr. Depp lief zwar durchaus auf der Bühne umher, verbrachte jedoch die meiste Zeit an seinem Platz der linken Bühnenhälfte. Mit “Raise the Dead” starteten die Hollywood Vampires direkt durch und gaben die musikalische Richtung des Konzerts vor: Guten alten, klassischen Rock. Alice Cooper war bestens bei Stimme und warf direkt während der ersten Lieder einen Stock ins Publikum. Allerdings war er nicht völlig sein Bühnencharakter, denn üblicherweise nimmt “Alice Cooper” kaum Kontakt zum Publikum auf. Vincent Furnier, geschminkt als Alice Cooper, spricht jedoch durchaus mit der Menge, macht Ansagen und lacht teilweise sogar mit seinen Mitmusikern.

Und auch diese sind hochkarätig: Aus seiner eigenen Band holte Alice Tommy Henriksen an der Gitarre ins Boot, sowie Matt Sorum am Schlagzeug (Guns ‘N Roses), Roberto DeLeo am Bass (Stone Temple Pilots) und Bruce Witkin an Keyboard und Gitarre. Die Mission der Hollywood Vampires ist es, alte Klassiker der Rockmusik wieder auszugraben: Die Jugend lernt sie somit kennen, die Älteren feiern sie einfach ab. Die Setlist liest sich wie das “who-is-who” der Rockmusik: The Doors, The Who, Jimi Hendrix, T-Rex, Led Zeppelin, Die Beatles: Unsterbliche Bands, deren Songs die Band souverän runterspielte und vor allen Dingen zeigte Johnny Depp, dass er sein Instrument beherrscht.

Der während des Konzerts einsetzende Regen hielt Alice nicht davon ab, auf dem Steg hin und her zu laufen und sogar einen ganzen Song im Regen zu singen. Zwischendurch erzählte er die Geschichte der “Hollywood Vampires”: Ursprünglich ein Club für Rockmusiker, die sich exzessiv betranken und deren letzter Überlebender Alice Cooper ist. Tribut zollt er seinen “Dead Drunk Friends” in einem gleichnamigen Song. Direkt im Anschluß und thematisch passend, wurde Motörhead’s “Ace of Spades” zum Besten gegeben, kraftvoll interpretiert von Drummer Matt Sorum, der Deutschland als “Motörhead-Land” würdigte.
Auch der im Frühjahr verstorbene David Bowie zählt zu den Legenden der Rock- und Popmusik und mit “Suffragette City” und “Rebel Rebel” fanden gleich zwei Songs ihren Weg in die Setlist.
Wenn man von Rock ‘n Roll Klassikern spricht, sind Songs von Alice Cooper himself natürlich auch in diese Liste aufzunehmen. So gab es im regulären Teil “I’m eighteen” und als letzte Zugabe “School’s Out”, sogar stilecht mit großen Ballons für das Publikum.

Die Hollywood Vampires gehören mit Sicherheit zu den Highlights unserer Konzertkarriere. Eine stimmig zusammengestellte Band, bei der Joe Perry, Alice Cooper und Johnny Depp auf Promofotos und in der Presse offensichtlich sehr im Vordergrund stehen. Auf der Bühne jedoch hat man den Eindruck, eine gleichberechtigte Band zu erleben, die gut aufeinander eingespielt ist. Johnny Depp läßt nicht seinen zweifellosen Superstar- Status raushängen; vielmehr hält er sich angenehm zurück und sehr dezent im Hintergrund. Zwischen ein paar scheuen, netten Lächeln für die ersten Reihen, kommuniziert er höchstens mit einem “Thank you” mit dem Publikum. Es ist ungewohnt, einen Alice Cooper lachen und mit seinen Mitmusikern agieren zu sehen und man hat den Eindruck, dass er das ganze Projekt sehr genießt und Freude an den Songs hat. Wir waren in jedem Fall sehr froh, diese Band live gesehen zu haben, denn aufgrund Johnny’s Schaupielkarriere werden Auftritte zukünftig rar gesät sein.

Hollywood Photos

Gänseblümchenwiese

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Meisenmänner und Teeträger

Multiinstrumentaler Nonsens

Jedes Mal, wenn Helge Schneider in Siegen spielte, haben wir darüber gesprochen, diesen Herren eigentlich mal live unter die Lupe nehmen zu wollen. Letzten Freitag sind wir dann spontan in die Siegerlandhalle aufgebrochen um uns sein neues Programm anzuschauen.

Wir waren sehr gespannt, was uns an dem Abend erwartete. Die erste Überraschung war das Publikum. Ein Zielpublikum war nicht auszumachen, denn die Menschen waren bunt gemischt und entstammen allen Altergruppen. Alle waren gekommen, um diesen Ausnahmekünstler live zu erleben. Obwohl Helge Schneider im Fernsehen nicht so präsent ist, hat er es auch bei diesem Gastspiel in der Krönchenstadt geschafft die große Halle fast auszuverkaufen.
Die zweite Überraschung war die Bühne. Dort waren mehrere Instrumente aufgebaut, was auf eine Band schließen ließ. Der Mülheimer hatte sich also Unterstützung mitgebracht. Pünktlich um 20.00 Uhr ging das Licht im großen Saal aus, die vier Musiker und zwei Teeträger betraten die Bühne. Rechts nahm Sergej Gleithmann Platz. Mit seinem langen grauen Haaren und langem Bart, erinnerte er uns etwas an Leonardo Da Vinci. Von seinem Stuhl aus beobachtete er die ganze Show. Helge gesellte sich dann dazu und begann mit seinem Programm.

Was sich in den nächsten zweieinhalb Stunden abspielte, läßt sich eigentlich kaum in Worte fassen. Helge erzählte lustige, abstruse und völlig sinnfreie Geschichten, die ihm scheinbar in dem Moment eingefallen waren. Dazwischen wurden Lieder aus seinem Repertoire gespielt und auch diese wirkten stellenweise improvisiert. Auf jeden Fall war erkennbar, daß die Band immer angespannt auf den Bandleader achtete und ihn nicht aus dem Augen ließ, weil sie nie wußten, wann er ein Lied anfangen wollte oder was ihm wieder einfiel. Helge griff sich bei jedem Lied ein anderes Instrument und jedes davon beherrschte er. Im zweiten Teil lieferte er sich sogar ein Drum Battle mit seinem Schlagzeuger Willy Ketzer. Sein musikalisches Können wird oftmals von seiner Art und seinem eigenen Humor übersehen.

Die großen Hits wie zum Beispiel “Telefonmann”, Katzeklo”, “Meisenmann”, “Es gibt Reis, Baby” uv.m., die zwischen den Anekdoten aus seinem Leben dargeboten wurden , durften natürlich nicht fehlen und wurden dankbar vom mitsingenden Publikum abgefeiert. Helge ließ das Hallenlicht wieder einschalten, obwohl er und die Band noch ein Lied ausspielten und schickte die Zuschauer mit musikalischer Begleitung in die Pause. So etwas hatten wir noch nicht erlebt. Aber so etwas erlebt man wahrscheinlich nur bei Helge Schneider. So sind uns vorher auch noch nie Teeträger bei Konzerten begegnet. Bodo Österling und sein Auszubildender kamen immer mit einem Tablett angerannt, wenn dem Meister der Sinn nach einem Schluck Tee stand. Dabei wurden sie angepflaumt, wenn sie den Chef verdeckten oder wieder einmal den Teppich auf der Bühne in Unordnung brachten. In dem Programm war nichts vorauszusehen, auch nicht die drei Auftritte von Herrn Gleithmann, der verschiedene Lieder durch seinen Ausdruckstanz, Gebärdensprache oder Sportgymnastik untermalte. Nichts an dem Abend machte irgendwie Sinn, aber alles machte wahnsinnig viel Spaß.

Die Zugabe bot Helge alleine mit seiner Akustikgitarre dar. Ein Lied über Siegen. Wie könnte ein Konzert schöner enden, als mit einer Ode an die Stadt der Spielstätte. Die Besucher dieses Programms gingen begeistert, mit einem Lächeln im Gesicht, in die Nacht hinaus und finden sich beim nächsten Gastspiel bestimmt wieder an gleicher Stelle ein. Wie wir.

Es gibt Fotos, Baby

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Solo zu dritt

Du und ich, wir 3

Bereits Mai und noch kein Schleicher-Konzert?
Das gilt es unbedingt zu ändern! Somit machen wir uns an einem sonnigen Donnerstag auf nach Duisburg zum Steinhof, wo wir erst im letzten Dezember eine sympathische Düsseldorferin gesehen hatten. Dieses Mal geht es jedoch nicht in den großen Saal, sondern nach nebenan in den “Raum Kreifeltshof”, denn dort soll ein kleines, aber feines Wohnzimmerkonzert geboten werden.
So fühlt man sich auch in dem behaglichen Raum mit niedriger Decke und ruhigem Ambiente: Wie bei einem gemütlichen Abend zu Hause mit Freunden und Bekannten.
Anders als bei unserem letzten Schleicher-Konzert im November steht heute nicht die komplette Orchester-Besetzung auf der Bühne, sondern “nur” Kontrabaß, diverse Larson- Hopf- und Bariton-Gitarren, sowie Keyboard, Akkordeon und Cajon. Dennoch schaffen es Andreas Schleicher, Jörg Siebenhaar und Konstantin Wienstroer, den kompletten Raum mit wohligen Klängen zu erfüllen. Zudem entdeckt man in den bekannten Songs immer noch neue Facetten, wenn sie mit weniger Instrumenten dargeboten werden.

Aber von Anfang an:
Kurz vor Acht wird die Spannung aufgebaut. Konstantin und Jörg betreten die Bühne und beginnen mit leisen Tönen. Eine Stimme ertönt, nimmt einen “an die Hand” und führt einen in den Abend. Der Künstler offenbart in diesem Lied seine Gefühle vor dem Auftritt und man ist gespannt, was noch kommt. Andreas begrüßt wie gewohnt gut gelaunt und charmant die Anwesenden. Er ist bestens bei Stimme und benötigt im kleinen Wohnzimmer im Grunde fast kein Mikrofon, wie man bei “Kurz vor acht” bemerken kann.

Mit “Nur mit dir”, “Füße in Beton” und “Bis hier” gibt es zunächst 3 Stücke vom letzten Album “Mädchen gegen Jungs” zu hören, die aber in der heutigen Besetzung wieder ganz anders klingen als auf CD oder mit der Acoustic Embassy. Insbesondere Jörg leistet an diesem Abend Schwerstarbeit, da es keine Percussions gibt und der Rhythmus alleine durch sein Cajonspiel vorgegeben wird. Wohlgemerkt während er am Keyboard sitzt – mit dem Akkordeon auf dem Schoß. Alle Hüte ab!
Nicht minder faszinierend ist aber auch das Spiel von Konstantin Wienstroer, der seinem Kontrabaß entweder tiefe Töne, die man noch in der Magengrube spürt, entlockt, oder die Saiten zupft und mit dem Bogen bearbeitet.

Im fünften Song des Abends wird erklärt, was es mit dem Foto am Tablet-Ständer auf sich hat. Es zeigt Buzz Aldrin, den zweiten Mann auf dem Mond, oft fälschlicherweise jedoch mit Neil Armstrong untertitelt. Ein grausames Los: Da ist man schon nur der zweite Mensch auf dem Mond, und wird dann auf dem Foto auch noch verwechselt. Ein Schicksal, mit dem er wohl sein Leben lang gehadert hat, und davon handelt das gleichnamige neue Stück “Buzz Aldrin”. Weltpremiere im Steinbruch – wir freuen uns, unter den ersten zu sein, die den Song hören durften und darauf, ihn zukünftig öfters zu hören, damit mehr vom Text hängenbleibt.

“Genau mein Tag” wird im Anschluß Geburtstagskind Susanne im Publikum gewidmet. Zusätzlich erhält sie mit einem geschmolzenen Kinder-Country ein schmackhaftes Geburtstagsgeschenk, welches sie nun als Schokoladen-Smoothie schlürfen kann. “Flaschengeist” ist wie gewohnt der letzte Song vor der Pause und bekommt eine ganz besondere akustische Note. Die bisher gespielte Larson- Gitarre wird gegen eine Framus ausgetauscht, welche perfekt für das orientalisch angehauchte Intro ist. Sofort wird man von diesem Song gepackt, der, auch zu dritt gespielt, seine ganze Kraft entfalten kann.

Der zweite Teil hat ebenfalls neue Songs im Gepäck. “Wurm” und “Metro” sind schon etwas bekannter durch die letzten Konzerte im November und groovige Mitgeh-Nummern. Ein neuer Song, “Verkriechen”, bedient jedoch die leiseren Töne und beschreibt anschaulich die Stimmungen, in denen man dies tun möchte. Eine schöne Überleitung zu “Anderer Stern”, der natürlich die nachdenkliche Stimmung aufgreift und noch eine emotionale Schippe drauflegt. Für viele im Publikum bedeutet dieser Song etwas, somit werden prophylaktisch schon die Taschentücher griffbereit gelegt. Ich persönlich bin dankbar für die Emotionen, die beim Hören hochkommen, untrennbar verbunden mit dem Text des Liedes.

Wie im richtigen Leben aber auch, geht es danach wieder positiver weiter und regelmäßige Leser des Blogs und unseren Schleicher-Konzertberichten werden sich gewiß fragen: Was kamen denn diesmal für Vorschläge während des Raps in “Hunger nach Fisch”? Unbestrittener Sieger muß einfach “Rhodinieren” sein, ein Vorschlag aus der Sonsbecker Ecke, der jedoch erst einmal definiert werden mußte. Was ist das?
Das Aufbringen einer galvanotechnischen Beschichtung auf ein Material mit dem Platinmetall Rhodium.
Ist doch ganz einfach.
In Verbindung mit einem anderen Vorschlag, “polieren”, ergab sich dann die perfekte Kombination und die erste Reihe war für “eine matt, eine glänzend” und ist somit um einen Insider-Gag reicher. Unwissenden sei hiermit das Lied und der Text zu “Hunger nach Fisch” ans Herz gelegt.

Viel zu schnell ist es wieder Zeit für den letzten regulären Song im Programm, “Perfekter Song”, aber auf Nachfrage wird das Publikum mit einer großartigen Version von “Stop this train” bedacht. Wir können es immer wieder betonen: Wer gute Musik mit deutschen Texten, präsentiert von großartigen Musikern unter der Leitung eines offenen, bodenständigen Sängers, zu schätzen weiß, sollte sich www.andreasschleicher.de in seinen Favoriten speichern und unbedingt ein Konzert besuchen!!
Zudem lohnt es sich, die Seite im Blick zu behalten, da wir wohl in Bälde mit neuer, auf CD verewigter Musik rechnen dürfen!

Wohnzimmergalerie

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Miau

Die gemeine Hauskatze ist süß

Die nächsten Berichte sind in Arbeit. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben wir eine kleine Galerie, mit schnurrenden Lebewesen zusammengestellt. Die posierlichen Tierchen sind uns im ganzen Land vor die Linse gesprungen und die Bilder, die sich angesammelt haben, möchten wir jetzt mit den Katzenfreunden unter Euch teilen.

Catwalk

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