Neues von der Fotopirsch

Impressionen aus dem goldenenen Oktober, sowie erste kalte Grüße gibt es in der aktualisierten Galerie.

 

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Rückspiel

Stationen eines Komödianten

Im Mai diesen Jahres haben wir uns auf den Weg nach Berlin gemacht um einem der vielseitigsten und beliebtesten Schauspieler unseres Landes einen Besuch abzustatten.
Wir konnten nicht ahnen, daß Dieter Hallervorden mit seiner Werkschau auch in unseren Gefilden auftreten würde. Und nicht irgendwo, sondern in unserem Lieblingskino, dem Viktoria, in dem neben Blockbustern auch Theater und Kabarettisten gewürdigt werden.
Natürlich durften wir an dem Abend nicht fehlen und machten uns auf den bekannten und unzählige Male gefahrenen Weg nach Dahlbruch.

Als Dieter Hallervorden die Bühne betrat, war die Begeisterung und Sympathie im Publikum spürbar, schließlich hat er die meisten Menschen ihr ganzes Leben zum Lachen gebracht. Dabei beherrscht er nicht nur den lauten Klamauk, sondern auch die leisen Töne des intelligenten Humors.
Er vergaß keine Fangruppe und eröffnete den Abend für die Didi-Fans, die Kabarett-Fans und auch für seine Fans der ersten Stunde. Soweit diese noch etwas hören konnten, bzw. aus dem Heim durften. Bei jeder Begrüßung schlüpfte er in andere Kostüme. Den ganzen Abend hatte er zu jedem Sketch die passenden Verkleidungen und Frisuren parat. Mit welcher scheinbaren Leichtigkeit er dabei im Minutentakt die Gestik und Mimik dem jeweiligen Charakter einpaßt, ist einfach phänomenal und immer wieder beeindruckend mit anzusehen.

Unterstützt wurde er an dem Abend von Harald Effenberg, der seit “Didi – Der Doppelgänger” zum festen Schauspielerkreis des Hallervorden-Universums gehört. Die Beiden scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Einige Zwischenmoderationen übernahm Harald Effenberg, wenn sein Partner die Zeit zum Umziehen benötigte.
Es kommt bei dem Perfektionisten Hallervorden bestimmt nicht oft vor, aber bei einem Sketch mußte er über seinen Partner lachen, der in der Rolle blieb, ernst weiterspielte und dadurch half, den Witz über die Ziellinie zu bringen.

Alle Stationen seines Berufslebens wurden abgedeckt, angefangen bei seiner Schauspielprüfung, über “Nonstop Nonsens” und den “Spott-Lights” bis zu einer Hommage an Marty Feldmann. Die alten Kabarettnummern wurden mit aktuellen Bezügen versehen, so daß der Humor nicht verloren ging und der Kabarettist zum Vorschein kam.
Natürlich durfte ein Lied nicht fehlen, aber anstelle der berühmten Wanne präsentierten die beiden Herren einen volksmusikalischen Beitrag. Unterbrochen wurden die gespielten Szenen immer mal wieder von Zusammen- bzw. Ausschnitten aus verschiedenen Fernsehsendungen. Das wirkte nie störend, sondern ging fließend ineinander über und man kam aus dem Lachen nicht mehr raus.

So schloß der Abend viel zu schnell mit dem Klassiker Kaufmannsladen, denn was wäre eine Schau auf das Schaffen von Herrn Hallervorden ohne “Palim, Palim”?
Die Kuh Elsa, die 2008 in den Wühlmäusen noch das Programm beschloß, mußte an diesem Abend leider im Stall bleiben.

Dieter Hallervorden hat an diesem Abend nicht nur wieder seine Wandlungsfähigkeit bewiesen, sondern auch seine Professionalität. Denn wir erfuhren nach der Vorstellung, daß es ihm an diesem Tag gesundheitlich nicht gut ging und man deswegen nicht wüßte, ob er nach der Vorstellung noch kurz rauskommt. Auf der Bühne hat man ihm nichts angemerkt, aber hinterher machte er schon einen geschwächten Eindruck. Zwar ließ der Profi seine Fans nicht umsonst warten und gab Autogramme, verbat sich aber spezielle, oder lange Grüße.
Was natürlich nachvollziehbar ist, und weswegen wir uns auch direkt nach einem Autogramm zurückgezogen haben.

Wer jetzt auf eine üppig gefüllte Galerie von Karinsche hofft, dem können wir nur dieses Foto zeigen:

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Herzlichen Glückwunsch

Hallo, kleine Lieblings-Hexe!

Ich habe etwas Angst vor dem Hund, der Stofftiere apportiert, deswegen möchte ich dir auf diesem Wege alles Gute zu deinem Geburtstag wünschen.

Jetzt ist deine Fellfarbe meiner schon wieder ein Jahr näher gerückt. Trotzdem wünsche ich dir noch viele unbeschwerte Flugstunden auf deinem Besen.

Happy birthday, liebe Hexe!

Laß dir den Nuss-Stollen schmecken und höre nicht auf die Aussagen, Nüsse hätten viele Kalorien. Schließlich halte ich auch meine Figur.
So, jetzt geh mal schnell zum Hexenkessel, bevor die Gäste unruhig werden. Du siehst mich ja bald öfters. ;-)

Noch viel Spaß und alles Gute
Murmel

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Kölner Treff

Wiederholungstäter

Zum zweiten Mal in diesem Monat hieß es für uns „Get the Polka started“, diesmal im altehrwürdigen E-Werk in Köln. Oft haben wir diese Halle von innen gesehen und heute war sie ausverkauft – das heißt: 2000 schunkelwütige Menschen würden hier heute zusammenkommen. Wir trafen um 17:30 Uhr ein und waren neben einem anderen Pärchen mal wieder die ersten vor der Halle. Es dauerte nicht lange bis zwei bekannte Bekloppste sich zu uns gesellten und das Warten wirkte schon gleich nicht mehr so lange.

Zu Beginn der Show bestand dann die erste Reihe aus mittlerweile 6 Bekloppsten. Viele mögen das E-Werk nicht so gerne. Der Graben zwischen erster Reihe und Bühne ist recht groß und die Security ist nicht immer die freundlichste. Trotzdem freuten wir uns sehr über die Tatsache, dass wir endlich noch mal einem STEHkonzert beiwohnen durften! Die Stimmung ist gleich eine ganz andere und im Stehen schunkelt und wippt es sich einfach besser. Heute standen die Tabletts mit Wudka-Pinnchen schon bereit, doch zum ersten Mal in unserer Konzertkarriere gingen sie an uns vorbei! Mußten wir halt pantomimisch anstoßen und ein imaginäres Glas nach hinten werfen. Unsere Freundin hatte noch eins abbekommen und stieß es mit Schmackes ihrem Hintermann ins Gesicht.
Unsere Freundin stieß dabei versehentlich ihrem Hintermann mit dem Daumen an den Kopp. Pavel sollte auch hier auf die erhöhte Unfallgefahr hinweisen!

Der Familie selbst war wieder blendender Laune. Der Jungste scheint mehr und mehr aufzutauen und freute sich sehr, die anwesende Presse zu entdecken. Der dobrze Horns Henjek & Stenjek müssen hinter der Bühne schon vorgeglüht haben, jedenfalls fuhren sie in ihrer linken Ecke auf der Bühne ihren eigenen Film. Der rote Dorota verzauberte auch in Köln die Männer und entlockte einem Fan in der ersten Reihe ein männlich gehauchtes „Aktienpaket“. Der zweite Teil nach der „kurzen Wudkapause“ wurde dann von Bruder Bogdan eröffnet, der zufällig beim Soundcheck im Heizungskeller des E-Werks gefunden wurde. Gewandet in einen farbgeklecksten Blaumann zeigte er seinen federnden Tanzschritt und begann mit dem selbstkomponierten „Do what you want“. Auch beim darauffolgenden „Don’t sorry, be happy“ fegt er von einer Seite zur anderen und beendet seine Tanzeinlage mit einem „Ganzkörperschüttler“, der doch sehr an Bruder Elvek erinnert. Naja, bleibt ja in der Familie.
Wie von Geisterhand erfolgt dann ein Bühnenumbau und der akustische Teil mit den schönsten Kinderliedern, die Opa Piotrek Popolski geschrieben hat, u.a. „Sweet Child of mine“ und „Hey Baby“. In diesem Teil verlor auch der blindeste Bruder Danusz einmal die Contenance und musste doch sehr lachen. Dorota warf sich im zweiten Teil wieder in ihr knappes Outfit und die Männer waren erneut „ganz aus der Höschen“. Ein neues Lied hat seinen Weg in das Programm gefunden: Eine dramatische Version von „Gute Freunde kann niemand trennen“, dargeboten von Dorota.

Auch Bogdan hatte noch etwas im musikalischen Gepäck. Im knallroten Blaumann zeigt er seine Künste am Schlagzeug, da der älteste Bruder auch die schwächste Blase hat und während des Spielens mit ihm die Plätze tauscht. Währenddessen läuft wieder ein Video von Bogdan auf der Leinwand: „Über sieben Brücken musst du gehen, dann wirst du der Baumarkt sehen“. Bogdan lässt es sich auch in diesem Programm nicht nehmen, das Publikum mitsingen zu lassen: „Nananananana struvko“ funktioniert immer noch bestens.
Janusz bestand natürlich auch in Köln wieder seine Polka-Prüfung und als Zugabe gab es diesmal „We will rocka you“. Kaum waren die letzten Töne verklungen und das Licht an, begann die Security auch schon, uns aus der Halle zu komplimentieren.

Wieder einmal stellten wir fest, was den Reiz von Popolski-Konzerten ausmacht. Es ist nicht nur die Show, dessen Programm wir mittlerweile auswendig kennen. Jedes Konzert ist doch immer wieder anders und vor allem die bekannten Gesichter, die man dort trifft, machen die Angelegenheit immer wieder zu einem inneren Blumenpflücken.
Bis zum nächsten Mal!

Familienfotos gibt es hier

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Familienbande

96 Hours – Taken 2

Regie: Olivier Megaton
mit: Liam Neeson,  Famke Janssen, Maggie Grace, Rade Serbedzija,
Leland Orser, D.B. Sweeney, Jon Gries, Kevork Malikyan und Luke Grimes
92 Min.

Bisher sieht unsere Kinobilanz dieses Jahr ganz gut aus. Zwei Filme haben wir uns fürs Heimkino aufgehoben, aber sonst unsere Liste tapfer abgearbeitet bis jetzt.
Am Sonntag hat uns dann Bryan Mills aus dem warmen Haus gelockt. Bryan Mills ist ein unscheinbarer Name und genauso unscheinbar war der Charakter in der ersten Hälfte von Teil 1. In der zweiten Hälfte hat Liam Neeson dann bewiesen, dass Bryan Mills den Vergleich mit Actionhelden wie Jason Bourne, John McClane und Jack Bauer nicht zu scheuen braucht.

Der zweite Teil setzt da an, wo der Vorgänger aufhört. Die neue Ehe seiner Ex-Frau ist kurz vorm Scheitern und daraufhin lädt er sie und die Tochter zu einem gemeinsamen Urlaub in Istanbul ein.
Nicht nur seine Familie überrascht ihn dort, sondern auch der Vater eines Mannes, der das Zusammentreffen mit ihm in Teil 1 nicht überlebt hat. Er lässt Mills samt Frau entführen. Seine Tochter kann sich diesmal der Entführung widersetzen und unterstützt ihren Vater bei der Flucht. Dabei bleibt seine Frau zurück. Er setzt seine Tochter bei der amerikanischen Botschaft ab und holt sich seine schwarze Lederjacke. Spätestens jetzt ist klar, der Mann meint es ernst. Keine Gefangenen. Alleine zieht er los, rekonstruiert den Weg zum Versteck, wie es Sherlock Holmes in London nicht besser konnte, stellt den Bösewicht und seine Schergen und rettet seine Frau.
An dieser Stelle muß nicht erwähnt werden, daß Bryan Mills dabei wenig zimperlich vorgeht und die Väter für Teil 3 schon Nummern ziehen dürfen. :-)

Mir hat der erste Teil von der Handlung her besser gefallen, aber auch Teil 2 ist gelungene Actionkost. Luc Bessons Filme sind gute Unterhaltung, mit dünnen Geschichten und zweidimensionalen Charakteren. In einer Zeit, in der Handlungen und Figuren immer komplexer werden, wirken die Filme fast altmodisch. Nur der hektische Schnitt macht die Filme zu Produkten ihrer Zeit.
Ich sehe Famke Janssen sehr gerne und war froh, dass die Rolle größer war, aber sie kann aus der passiven Opferrolle nicht viel herausholen. Und auch Rade Serbedzija spielt wieder mal einen typischen, osteuropäischen/russischen Bösewicht. Eine Rolle, auf die er fast festgelegt scheint. Maggie Grace wird in diesem Film vom Opfer zum Helfer, aber einzig Liam Neeson trägt auch Teil 2. Bryan Mills wirkt immer ruhig, konzentriert und hat keine Zeit für dumme Sprüche. Dafür ist die Sache zu ernst.
Die Schießereien und Verfolgungsjagden sind, wie nicht anders zu erwarten bei Besson, gut und spannend in Szene gesetzt. Alles sieht nach echter, altmodischer Handarbeit aus. Nur bei wenigen Szenen sieht man die Hilfe des Computers.
Man darf nicht alles hinterfragen, aber auch dass ist bei Besson normal. Dann kommt man als Actionfan auch beim zweiten Teil auf seine Kosten. Und bei dem überraschenden Erfolg des Filmes werden die Bedenken von Neesson und Besson über eine mögliche Fortsetzung wohl bald durch einen dicken Scheck weggewischt.
Wir wären bei der nächsten Befreiungsaktion auf jeden Fall wieder dabei.

 

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