HO HO HO

Von drauß vom Walde kommt der Bär,
Ich muß euch sagen, er kniffelt sehr!

 

Der Plueschblog bedankt sich bei all seinen treuen
menschlichen und plüschigen Lesern und Leserinnen
für das Interesse an unseren Berichten.

Wir wünschen allen ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest.

Und keine Angst, bei uns ist noch nicht Schluß für 2014.
Da kommt noch was. ;-)

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Ein Männlein steht am Keyboard

und hat manches Mal eine Gitarre um

Kaum ein Jahr nach ihrem Weihnachtsalbum veröffentlichten Erasure im September bereits ihr neues Studioalbum. Letzte Woche kamen sie nach Köln um “The Violet Flame” dem deutschen Publikum näher zu bringen. Der Plueschbog durfte in Köln selbstverständlich nicht fehlen. Naja, zumindest eine Hälfte des Blogs. Die mit dem guten Musikgeschmack, die nicht kränkelnd im Bett lag. :-)
Im Gegensatz zur vorherigen Tour sollte ich aber nicht alleine hingehen, es gesellte sich Herr B. aus R. zu mir. Wir sicherten uns ziemlich weit vorne einen guten Platz. Erasure’s Popularität scheint in den letzten Jahren wieder zugenommen zu haben. Nicht nur waren vielerorts auf der ganzen Welt die Konzerte schnell ausverkauft, auch in Deutschland war nicht, wie in den letzten Jahren das E-Werk der Austragungsort, sondern das auf der anderen Straßenseite gelegene größere Palladium. Auch diese Halle konnten Erasure mit Menschen und guter Laune füllen. Wenn man mich fragt kein Wunder, denn zum einen ist ihnen mit “The Violet Flame” ein tolles Album gelungen und zum anderen sind die Konzerte der Beiden immer eine Reise wert. Sie verwandeln jede Halle in eine Disco und die Besucher in tanzende, glückliche Menschen.

Disco war das Motto der Tour. Sind große Bühnenbilder und wechselnde Kostüme meistens wichtige Bestandteile einer Erasure-Show, war die Bühne dieses Mal ziemlich spartanisch. Vor dem schwarzen Backdrop befanden sich nur die Musiker und einige Scheinwerfer. Der freie Platz und die wechselnden Lichter bildeten die Disco samt Tanzfläche. Passend dazu waren einige Hits leicht umarrangiert, um dem Thema gerecht zu werden, aber immer so, daß der Wiedererkennungswert und das laute Mitsingen aus tausender Kehlen nicht behindert wurde. Die Zuschauer nahmen das freudig an und verbreiteten vom ersten Ton an gute Laune in der großen Halle. Mit “Oh, L’Amour” legten Erasure los. Vince Clarke stand, wie immer eigentlich, im Hintergrund, vor seinem Synthesizern, Keyboards und Computern. Im grauen Anzug und mit dem schwarzen Hut war er fast noch unscheinbarer als sonst. Wettgemacht wird das durch Andy Bell, das Zirkuspferd der Band. Im Paillettenfrack mit goldenem Zylinder und großer Brille stand er vom ersten Ton an am Bühnenrand. Begleitet wurden beide durch die langjährigen Background Sängerinnen Valerie und Emma (inzwischen Whittle) Chalmers.

Andy sprach zwischen den Liedern immer auf Deutsch mit dem Publikum und meinte, er sähe im Frack aus wie ein Buddenbrecht. Die hatte er am Vortag auf Arte gesehen. Das Publikum rief ihm Buddenbrook entgegen. Er nahm es lächelnd zur Kenntnis und sagte das erste neue Lied des Abends an: “Reason”. Den ganzen Abend, tänzelte Andy gut gelaunt über die Bühne, ohne daß seine Stimme darunter gelitten hätte.

Das Kölner Publikum stand ihm in nichts nach und sang jedes Lied mit, egal ob alter Hit oder neue Nummer. Als dann schon nach der Hälfte “Always” erklang, war ich überrascht, denn ich hatte das Lied in den Zugaben erwartet. Die nächste Überraschung sollte nicht lange auf sich warten lassen. Erasure schoben direkt “Dead of Night” hinterher. Bisher hatte das Lied in der Setlist dieser Tour gefehlt. Wahrscheinlich haben sie es extra für mich gespielt, denn “Dead of Night” ist mein Lieblingslied des neuen Albums. Jeder der es gehört hat, kann die Ohrwurmqualitäten nicht abstreiten. Und ich hatte mich schon damit abgefunden es nicht live hören zu dürfen. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt. ;-)

Bei einigen Liedern kam Vince hinter seinem Instrumententisch hervor und schnallte sich eine Gitarre um. Dabei blieb er im hinteren Bereich der Bühne stehen und wirkte genauso verloren wie vor dem Keyboard. Diesen Kontrast zwischen den beiden Partnern finde ich immer so faszinierend. Er wirkt nicht wie der musikalische Mastermind, der seit über 30 Jahren die elektronische Musik beeinflusst. Der Stampfer “Love to hate you” leitete die letzten Lieder des Abends ein. Es sollte noch “A little Respect” folgen, bevor mit “Chains of Love” der reguläre Teil unter frenetischem Jubel im Palladium beendet wurde.

Lauthals forderte das Publikum eine Zugabe ein und die Band ließ es nicht lange zappeln. Andy bezog seinen Platz in der Mitte am vorderen Bühnenrand, umgeben von Valerie und Emma. Ich weiß nicht, ob es an der Weihnachtszeit lag, aber “Gaudete” feierte an diesem Abend seine Livepremiere. Daher hatten alle drei den lateinischen Text noch nicht so verinnerlicht und behalfen sich mit zwei Zetteln vorm Mikro. Es war das einzige Lied von “Snow Globe”, das es in die Show geschafft hat. “Gaudete” war die zweite große musikalische Überraschung an dem Abend und mein persönlicher Favorit vom Weihnachtsalbum. Als allerletzte Zugabe wurde nochmal zu “Sometimes” das Tanzbein im Palladium geschwungen. Damit ging ein tolles Konzert nach 90 Minuten zuende, wobei die Kölner Zuschauer noch gerne weitergefeiert und den Heimweg aufgeschoben hätten.

Wie eingangs erwähnt sind Erasure-Konzerte immer eine Reise wert. Sie verbreiten gute Laune und die Beiden haben ein gutes Händchen wenn es um die Auswahl der Setlist geht. Mit “Dead of Night” und “Gaudete” haben sie mir zwei musikalische Freuden gemacht, aber alles in allem hat mir die “Tomorrow’s World Tour” besser gefallen. Nicht nur, weil sie es auf der Tour geschafft haben, meine “Best of”-Liste als Vorlage für die Setlist zu nehmen. :-) Mir gefallen halt die Kostüme und die schönen Bühnenbilder, die sie sonst im Gepäck haben. Genug genörgelt. Ich, nein wir, fühlten uns trotzdem Disco, und werden auf jeden Fall nicht zögern, wenn das Zirkuspferd wieder mit seinem unscheinbaren Jockey in Köln einreitet. ;-)

The Violet Pics

Drei Faktoren sind dafür verantwortlich, daß die spärliche Fotoauswahl dieses Mal nicht so schön und abwechslungsreich ist:
1. Die Blogfotografin fehlte
2. Der Wachhund von der Security hat nach dem dritten Lied jegliches knippsen in den ersten Reihen unterbunden
3. Andy steht einfach nicht still :-)
Veröffentlicht unter Konzert | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Ferien vom Roll N Roll

Der Christian ist da

Es war Anfang 2014, als wir uns gemütlich auf der Couch das große Special zum 20jährigen Jubiläum von Oliver Kalkofe ansahen. Während dieser Sendung trat ein Musiker auf, den wir zuvor nicht kannten, jedoch sofort ins Herz schlossen. Sehr zur Freude von Herrn Kalkofe gab Christian Steiffen, das Bernsteinzimmer der guten Musik, dort seine Hymne “Sexualverkehr” zum Besten, und nicht nur Olli mußte sich vor Lachen wegschmeissen. Wir schauten uns an und wußten: Wir haben da etwas ganz Großartiges gesehen und youtubten uns sogleich durch sämtliche Steiffen-Videos. Ähnlich wie 2008 bei Der Familie Popolski war von nun an auch unser näheres Umfeld nicht davor sicher, mit den Links zu Steiffen-Videos zugespamt zu werden – ein sicheres Anzeichen dafür, dass uns ein Künstler sehr gefällt. Die logische Konsequenz war das Geschenk von 2 Konzerttickets zu Hollys Geburtstag. Endlich, 4 Monate später, sollten wir diese einlösen können!

Wenn man das erste Mal auf ein Kozert eines Musikers geht, den man neu für sich entdeckt hat, ist man auf vieles gespannt: Wie ist das Publikum gemischt? Wie wird die Stimmung sein? Und vor allen Dingen: Wie präsentiert sich der Künstler? Das galt es an diesem Abend in Oberhausen herauszufinden. Die Tatsache, dass das Konzert in einen größeren Raum verlegt wurde, ließ den Schluß zu, dass es voll werden würde, daher fanden wir uns zeitig an der Halle ein. Man könnte auch sagen: Wir waren die ersten und so früh, dass noch nicht einmal das rote Absperrband vor dem Eingang gespannt war. Wie wir durch einen Mitarbeiter des Zentrums Altenberg erfuhren, wurden ungefähr 450 Leute erwartet.

Da das Konzert erst 1,5 Stunden nach dem Einlaß begann, hatten wir genug Zeit, das Publikum zu beobachten, welches eines der bunt gemischtesten unserer bisherigen Konzertgängerkarriere war. Eines hatten jedoch alle gemeinsam: Partylaune!
Kaum betraten nämlich Herr Steiffen und sein Haseland-Orchester (bestehend aus einer Person, nämlich Dr. Martin Haseland) die Bühne, brach ohrenbetäubender Jubel aus und das textsichere Publikum sang – in einigen Fällen gröhlte – von Anfang an mit.

Schlager ist normalerweise nicht unsere Welt, aber wie man an unserer Musiksammlung ansieht, hören wir nicht nur Rock und Metal, sondern sind für verschiedene Arten von Musik offen. Wahrscheinlich ist es jedoch vor allem den witzigen Texten von Christian Steiffen zu verdanken, dass seine CD so bei uns eingeschlagen hat. Ja, CD! NICHT Spotify! Wie der Name des Künstlers schon erahnen läßt, drehen sich viele Texte um den intimen zwischenmenschlichen Kontakt, wie z.B. “Sexualverkehr” oder “Eine Rose”. Mag Herr Steiffen jemanden nicht, wird er dieser Person wohl “Ich hab dir den Mond gekauft” widmen. In seiner Freizeit hat er “Haschisch probiert” und schwelgt bei schlechter Stimmung in “Selbstmitleid”. Schlußfolgerung: Manchmal ist das Leben einfach nur “Eine Flasche Bier”.
Christian hat also Lieder für jede Lebenslage im Gepäck, jedesmal von einer gehörigen Portion Selbstironie begleitet.

Während des fast zweistündigen Abends wurde das gesamte Album “Arbeiter der Liebe” gespielt. Da ein Album alleine jedoch keinen ganzen Konzertabend trägt, warfen Christian Steiffen und das gesamte Haseland-Orchester zwischendurch immer mal neue Stücke des zweiten Albums ein, die allesamt Potential zum Albumtitel haben. Doch auch vor Coverversionen wurde nicht Halt gemacht. Bei “Komm und bedien dich bei mir”,der deutschen Version von Tom Jones’ “Help yourself” hatte Herr Dr. Haseland seinen großen Moment im Rampenlicht, denn sein großes Solo auf der goldenen Trompete stand an. Über das ganze Gesicht strahlend, freute er sich sichtlich über die nicht abreißenden “Ha-se-land” Sprechchöre. Es dauerte allerdings eine Weile, bis er zum Spielen kam, denn im entscheidenden Moment wurde das Instrument leider durch seinen Musikerkollegen hinuntergedrückt. Als es schließlich soweit war, war das, was aus der Trompete herauskam, so grandios vergeigt gespielt, dass wir und unsere Begleitung Tränen lachten.

Die bereits am Anfang erwähnte Bombenstimmung wollte während des fortschreitenden Abends immer noch nicht abreißen und Christian entführte ca. 2/3 des Obenhausener Publikums für eine Polonaise zum “Flasche Bier- Marsch”, die sogar aus der Halle herausführte. Logisch, dass er um mehrere Zugaben nicht herum kam. Das Zentrum Altenberg bebte bis zum letzten verklungenen Ton, auch wenn längst schon klar war, dass die Steiffen-Version von “Leise rieselt der Schnee” das letzte Stück des Abends blieb.

Was Christian Steiffen auf der Bühne abliefert, ist einfach höchst unterhaltsam. Die Lieder sind eingängig und laden zum Mitsingen -klatschen und -feiern ein. Er selbst hat eine unglaubliche Energie; tanzt, hüpft und ist dauernd in Bewegung und schafft es dabei trotzdem noch, jeden Ton zu treffen und nicht sichtbar zu schwitzen. Dazu kommt ein ständiger, humor- und respektvoller Umgang mit seinem Publikum, was ihn noch symphatischer macht. Dazu noch Dr. Haseland, der virtuos zwischen zwei Keyboards hin und herwirbelt und das beste Einmannorchester der Welt sein dürfte. Es war sicher nicht das letzte Konzert beim “Arbeiter der Liebe” und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Ich fühl’ mich Foto

Veröffentlicht unter Konzert, Musik | Verschlagwortet mit , , | 6 Kommentare

Stammtisch in Kreuztal

Herr Becker und Frau Ulrich

Letzte Woche war es wieder soweit. Nach fast genau zwei Jahren hat Heinz Becker erneut sein Wohnzimmer in der Kreuztaler Stadthalle aufgestellt und die Zuschauer sind wieder in Scharen erschienen.  Sofort, nachdem er auf seinem Stuhl Platz genommen hatte, fing er an, neue Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Die ersten Erzählungen drehten sich um Hilde und Frauen im Allgemeinen und ich hatte die Berüchtung, auch Heinz könnte dem Trend, Frauen-Männer-Klischees zu präsentieren, auf denen in der Comedy so gerne rumgeritten wird, nachzurennen, doch diese Befürchtung wurde schnell zerstreut.

Der Kosmos des Heinz Becker geht weit über die üblichen, abgedroschenen Scherzchen hinaus und so hat er die Anwesenden an seiner Sicht zu vielen unterschiedlichen Themen, wie Mißbrauch, Ökostrom und falschen Hakenkreuze teilhaben lassen. 

Stefan und Hilde durften selbstverständlich nicht fehlen. Der Gerd versteht es, dem Heinz die richtigen Worte und die Wortverdreher so in den Mund zu legen,  daß die Doppeldeutigkeiten wie zufällig wirken. Dabei gelingt es ihm, nicht ins Alberne abzudriften, auch wenn einige Stellen albern wirken. Aber alles Erzählte paßt zur Figur Heinz Becker und gerade diese Mischung zwischen Unsinn und ernsthaften, aber verdrehten Gedanken, machen den Reiz und Witz aus. So manches Mal blieben den Zuhörern die Lacher fast im Halse stecken. Auch das gehört dazu, denn Heinz scheut sich nicht, seine Meinung zu sagen. Ob es politisch korrekt ist, was er von sich gibt, ist dabei Nebensache. Dieser naive Mut des Heinz Becker führt uns in die Welt des Spießbürgers und hält allen einen Spiegel vor. Denn so denkt natürlich kein moderner Mensch. Oder doch? Hat er nicht vielleicht doch ab und zu recht? Und steckt hinter den vermeintlichen Stammtischparolen nicht doch mehr? Mit diesen Fragen im Hinterkopf rückte nicht nur die Welt näher, sondern auch das Ende des Abends.

Heinz verschwand hinter der Bühne und zurück kam Gerd Dudenhöffer. Zu erkennen an der fehlenden Batschkapp und einer Brille.  Er las ein paar Gedichte aus seinem Buch vor, die nicht minder lustig waren

und genauso begeistert aufgenommen wurden. Eine weitere Zugabe gab es, ob des tosenden Applauses nicht. Und damit ging wieder einmal ein sehr lustiger Abend zuende. Wir sind sicher, wenn der Heinz das nächste Mal seine Stammtisch-Ansichten präsentiert, werden wir wieder mitlachen. Die Programme sind immer gut und jedes Mal neu. Gerd Dudenhöffer und sein Alter Ego Heinz Becker gehören zu unseren Pflichtterminen, denn er ist ein Garant für einen lustigen Abend und hat uns noch nie enttäuscht.

Mit und ohne Kapp

P.S.
Wer sich über die Überschrift wundert, sollte sich das Programm anschauen, denn im Plueschblog werden keinen Pointen verraten. Es ist ein kleiner, subtiler Gag, der den Schreiber sehr amüsiert hat, auch wenn er in der Halle scheinbar untergegangen ist. :-)
Veröffentlicht unter Kabarett | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Ein Abend mit Herrn F.

Ein lesefreudiges Tierchen: Die Zwergbrillenratte

Letzten Samstag gab sich Herbert Feuerstein die Ehre in Siegen und erfüllte mir damit den Wunsch, ihn einmal live erleben zu dürfen. Während des Abends hat er zugegeben, immer den Verlierer gespielt zu haben, weil der mehr Sympathien bekommt, als der Gewinner. Bei mir hat es gewirkt. Ich mochte ihn und seinen subtilen, seriös vorgetragener Humor schon seit ich ihn von “PSSST…!” und “Schmidteinander” kannte.

Die Reise ins LYZ trat er an, um aus seinen bewegten und abwechslungsreichen Leben zu erzählen, denn Herbert Feuerstein hat dieser Tage seine Autobiographie veröffentlicht. Er hat soviele verschiedene Dinge gemacht und scheint dabei keinem Ziel gefolgt, sondern immer irgendwie, irgendwo reingeraten zu sein. Daher spricht er nicht von einem, sondern von neun Leben. Die wenigen Zuhörer, die den Weg ins LYZ gefunden haben, hörten ihm interessiert zu. Zwar fängt er mit seiner Kindheit in Österreich an und zeigt ein paar Fotos aus dieser Zeit, doch springt er den ganzen Abend zwischen den einzelnen Leben hin und her, damit es zu den verschiedenen Clips paßt, die er im Laufe des Abends einstreut.

Ausschnitte aus seiner Zeit mit Harald Schmidt, von seinen vielen Reisen für den WDR, aber auch Bildmaterial von seiner Tour mit Wolfgang Bauer und einen Bericht über MAD hat er mitgebracht und bereichert die Einspieler mit erzählten Anekdoten. Oft schaut er dabei schmunzelnd auf die Leinwand wenn die Szenen aus seinem Leben vor seinen Augen vorbeiziehen. :-)

Wer Herbert Feuerstein kennt, weiß, daß er seine Lebensgeschichten nicht nur erzählt, sondern mit seinem besonderen Humor anreichert. Er nimmt sich dabei genauso wenig ernst, wie die Welt um ihn herum, ohne ins Alberne abzugleiten. Die Zuhörer im LYZ sind begeistert und fordern eine Zugabe, obwohl der Abend laut Herrn Feuerstein länger bereits geworden ist, als geplant. Um sich die mühevollen Ab- und Aufgänge zu ersparen bleibt er auf der Bühne und zeigt zum Abschluß den Sketch aus “Schmidteinander”-Zeiten über die Zwergbrillenratte, bevor er sich von den klatschenden Siegenern verabschiedet.

Wie es sich für einen Autor gehört, nimmt er sich nach der Lesung noch die Zeit, ein paar Bücher zu signieren. Damit ging ein sehr schöner Abend zu Ende und ich habe ihn endlich live gesehen, den großen, kleinen Herbert Feuerstein. Jetzt steht nur noch einer auf meiner Liste. ;-)

Look at me, I’m Feuerstein

Veröffentlicht unter Kabarett | Verschlagwortet mit , | Schreibe einen Kommentar