Bewegte Bilder

Vor fast vier Wochen hat sich Der Familie Popolski von der Bühne verabschiedet und wir haben so viele Konzerte der Abschiedstournee mitgenommen, wie wir konnten. Damit wir uns lange noch an der Musik erfreuen können, brachten wir einige Videos von der Tour mit, denen wir eine Extraseite gewidmet haben.

Viel Vergnügen beim Anschauen!

Whole lotta Polka

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Frohe Ostern

EijEijEi

Die Osterfeiertage sind da. Ich verstehe zwar nicht, warum es bunte Eier gibt, bunte Nüsse würden viel mehr Sinn machen. Aber der Osterhase hört ja nicht auf mich.

Als ich die Wohnung nach den versteckten Eiern durchsucht habe, habe ich zwei kleine Geschenke für mich entdeckt, die ich nicht essen kann. Denn zwei neue Actionfiguren stehen jetzt in meinem Osternest. Ein neuer Doctor, also der, zwischen 8 und 9 und sein Freund und Wegbegleiter während seines Exils auf der Erde: Brigadier Lethbridge-Stewart. Der Brigadier ist toll und meine kleine Doctoren-Sammlung ist vorerst wieder komplett.

Wenn jetzt noch bunte Nüsse dabeigewesen wären …

 

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Sing mit mir

… den Soundtrack meines Lebens

Die Aufforderung “Sing mit mir” hatte Blaze Bayley nicht nötig, denn die ganze Menge tat nichts anderes. Aber bevor sie loslegen konnte, eröffneten erst einmal Fireburst den Abend im Siegener Club.

Die jungen Westerwälder hatten ihren eigenen Fanclub mitgebracht, der die Band in Bühnennähe abfeierte, während die restlichen Besucher noch weiter hinten oder an der Bar standen. Fireburst spielen Metal und setzen dabei auf eine Mischung aus Growls und weiblichem Gesang. Man merkte den jungen Musikern noch etwas ihre Unsicherheit auf der Bühne an, ansonsten boten sie einen unspektakulären aber soliden Einstieg in den Abend.

Danach kam die vierköpfige Siegener Band The Owl. Musikalisch schwer zuzuordnen, auf jeden Fall etwas doomiger und grungelastiger als Fireburst. Auch The Owl setzten auf weiblichen Gesang. Die Sängerin hatte eine angenehme Stimme und schien sich auf der Bühne wohler zu fühlen. Ich muß gestehen, daß ich mir nur schwer vorstellen kann, diese Musik auf CD zu hören, aber live haben sie es problemlos geschafft die Zuhörer in ihren musikalischen Kosmos eintauchen zu lassen. Bis auf die unnötige Coverversion, die nicht so ganz zu den eigenen Songs paßte, eine tolle Darbietung.

Nach dem letzten Umbau war nicht nur der Platz vor der Bühne, sondern der komplette Raum des Vortex gut gefüllt. Die überschaubare Menge mußte gar nicht lange warten, denn die Band trat auf die Bühne, spielte das Intro und als Blaze dann hinterherkam und seine Setlist mit “Speed of Light” begann stand fest, das Publikum fraß dem sympathischen Briten aus der Hand. Er schickte mit “The Launch” direkt einen eigenen Song nach, bevor mit “Futureal” der erste von fünf Iron Maiden Liedern an dem Abend erklang.

Blaze feiert mit dem “Soundtracks of my Life”-Album und der dazugehörigen Tour die Highlights seiner 30 Jahre im Musikbusiness. Bei der Auswahl bewies er ein gutes Händchen und bereicherte den Abend noch durch besagte Maiden Lieder, aus seiner Zeit in der Band.  Zu unserer Begeisterung stammte allerdings der Großteil der Lieder von Blaze’s Alben, sind wir doch mehr Herrn Bayley als Iron Maiden zugetan.
Egal aus welcher Schaffensphase die Lieder stammten, Blaze hatte das Publikum fest im Griff. Die Mitmachspielchen und die an dem Abend oft gefallene Aufforderung “Sing mit mir” hat es nicht gebraucht, denn das Vortex sang lautstark jedes Lied mit.
Die Menge verlangte nach immer mehr und ließ die Band selbst nach der Zugabe nicht von der Bühne. Kurzerhand wurde noch “Blood and belief” gespielt, obwohl die reguläre Setlist samt Zugaben eigentlich schon abgearbeitet war. So hörte das Konzert umjubelt mit einem Song aus seiner Feder auf.

Seine Band hatte er seit dem letzten Mal komplett ausgewechselt und die drei Musiker der Band Absolva sorgten, trotz der fehlenden zweiten Gitarre, für musikalischen Druck und brachten der Chutte zum kochen, wie ein bekannter polnischer Musiker die Situation beschreiben würde. Der Post ging ab durch der niedrige Decke.

Die Zuschauer feierten den sympathischen Musiker bei jeder Note ab. Er bedankte sich mehrmals für die Unterstützung durch die Fans, denn er hat auch schwere Zeiten durchgemacht, aber den Weg auf die Bühne immer wieder gefunden. Man nimmt Blaze ab, daß es keine leeren Worthülsen sind, sondern er wirklich dankbar ist, seinen Traum leben zu können. Gerade diese Ehrlichkeit und Offenheit, auch in seinen Texten, ist für mich einer der Gründe, für die vielen loyalen Fans. Wer solche Konzerte abliefert, gehört allerdings abgefeiert.
Als Dankeschön konnte man sich nach dem Konzert auf der Gästeliste für sein Konzert in Prag am kommenden Mittwoch eintragen, das für eine DVD aufgezeichnet wird. Wir können leider nicht, also erwartet keinen Bericht im Blog. :-)
Dafür gibt es hier ein paar Fotos zu bewundern:

Photographs of my Life

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Die drei ??? und die große Menschenmenge

Phonophobia – Sinfonie der Angst

Die drei Fragezeichen ist eine Hörspielreihe für Kinder. Das denken viele und das ist auch  richtig. Allerdings sind die Kinder, genauso wie die Sprecher, inzwischen Mitte / Ende Vierzig und haben stellenweise ihre eigenen Kinder dabei. Aber auch Teenies findet man alleine in der Menge, von denen man annehmen könnte, so etwas sei in dem Alter peinlich. Die drei Detektive bewiesen aber erneut, daß sie ein generationsübergreifendes Phänomen sind. Kultstars der Popkultur. Wie sonst läßt sich erklären, daß alle 24 Aufführungen von Phonophobia ausverkauft sind. Und es geht immerhin um Veranstaltungsorte mit 10.000 Zuschauern aufwärts.
Und wie soll man den wenigen Mitmenschen, die den Sandmännchen für Erwachsene nicht verfallen sind, erklären, daß man sich mit tausenden anderen Menschen versammelt hat, um einer Aufführung eines Hörspiels beizuwohnen?

Natürlich bietet “Phonophobia” auch optisch einiges. Die Bühne besteht aus 42 LED-Monitoren, die nicht nur Ihre Farbe ändern oder als Bildschirm dienen können, sondern sich je nach Situation einzeln drehen und kippen lassen.  Aber die LED-Wand fügte sich wesentlich organischer als Teil der Bühne ein, als die LED-Wand der Vorgängertour.

Wie schon beim letzten Programm, tauchten die Helden des Abends erst nach ein paar Zeilen aus dem Off auf der Bühne auf und die Arena tobte.  Obwohl es nicht die erste Tour ist, merkt man den sympathischen Hörsprechern immer noch das ungläubige Staunen über diese überwältigende Sympathiebekundung an. Als Dank durften die Zuschauer die Lösung eines Falles live erleben. Dabei werden Oliver, Jens und Andreas von zwei Schauspielerinnen, einem Schauspieler, vier Musikern und natürlich Peter Klinkenberg unterstützt, der die Szenen mit seinen Geräuschen untermalt.

Im ersten Teil der Geschichte hatte es die drei Detektive auf ein Hochplateau verschlagen. Dort entdecken sie ein mysteriöses Institut, indem die Sinfonie der Angst vorbereitet wird. Die zweite Hälfte führt zurück in ein Gemäuer, das die drei Fragezeichen nicht zum ersten Mal betreten. Als Bob nachrechnete, daß ihr letzter Besuch 34 Jahre zurück lag, tobte die Halle. Aus der gleichen Zeit stammten die Echos, die ihre Rufe beantworteten. Überhaupt gab es einige Anspielungen auf alte Fälle und auf Menschen, die Hörspiele zum Einschlafen hören. Aus diesem Grund darf es keine Toten in den Geschichten geben, wie Peter seine beiden Kollegen erinnert.

Bot “Der seltsame Wecker – Live and ticking” noch eine unerwartete musikalische Einlage von Peter und Bob, durften dieses Mal alle drei ihre Tanzkünste unter Beweis stellen, daß eine Zweitkarriere als Boygroup drin gewesen wäre. Natürlich gab es wieder ein paar optische Gags und vergnügliche Zeilen, nur Versprecher gab es kaum. Alle waren entweder sehr konzentriert oder sehr gut vorbereitet. Dabei hatten sie auf der Bühne sichtlich viel Spaß.

War das Ende der letzten Tour in die Länge gezogen, so wirkte die Auflösung von “Phonophobia” etwas abrupt und unverständlich. Erst die anschließende Erklärung von Justus in der Zentrale, in der Blacky natürlich nicht fehlen durfte, brachten Licht ins Dunkel. Das tat dem anschließenden Abschlußapplaus keinen Abbruch, denn alle Beteiligten wurden von der zufriedenen und begeisterten Zuschauern stehend gefeiert.

Das Geheimnis, warum die drei Fragezeichen und ihre Sprecher so einen großen Anklang finden haben sie bisher noch nicht gelöst. Wahrscheinlich waren und sind sie in unzähligen Kinderzimmern präsent. Dadurch verbinden viele Menschen Erinnerungen an eine unbeschwertere Zeit mit den jugendlichen Detektiven. Vielleicht liegt das Geheimnis an der Langlebigkeit. Welche Konstanten, neben den Rolling Stones, begleiten einen schon den Großteil des Lebens in unserer schnelllebigen Zeit.
Und vielleicht sollten einige Geheimnisse nicht aufgedeckt werden. Ich bin mir sicher, wenn Justus, Peter und Bob sich in fünf Jahren wieder bei der Lösung eines Falles über die Schultern schauen lassen, kommt auch die große Menschenmenge zurück. :-)

Erster Detektiv   Oliver Rohrbeck
Zweiter Detektiv  Jens Wawrczeck
Recherchen und Archiv  Andreas Fröhlich
Schauspieler
Traudel Sperber, Tanja Fornaro und Stefan Krause
Musiker
Tilmann Ehrhorn, Jan-Peter Pflug, Dirk Wilhelm und Maria Todtenhaupt
Geräusche
Jörg Klinkenberg
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Whole lotta Polka

Düsseldorf 15.03.2014

Und schon geht’s weiter.
Vierundzwanzig Stunden nach Köln warteten wir vor der nächsten Halle auf den Einlass zu einem Konzert der Familie Popolski. Bekloppst? Schuldig! Aber das sind die vielen, vielen netten Menschen, die wir in den letzten Jahren durch die Popolskis kennengelernt haben ebenfalls.  Und so versammelte sich eine kleine Schar liebgewonnener Individuen an dem trüben Samstagnachmittag in Düsseldorf. Das letzte Mal, als wir vor diesen Toren standen, spielten die Krefelder Barden von Blind Guardan zur Musike auf.

Die erste Reihe war wieder fest in unserer Hand. Der Blick zurück in die Halle war schon beeindruckend. Mehr als 3000 Menschen wollten an diesem Abend die Geschichten und die Lieder der Familie hören. Eigentlich unglaublich, daß sie sich wieder nach Zabrze zurückziehen wollen, nach allem was sie in den vergangenen Jahren erreicht und erspielt haben.
Auch in der Mitsubishi Electric Hall hatte der Familie leichtes Spiel. Die Zuschauer unterstützten die Musiker mit Gesang, Applaus und die Stimmung stand der aus Köln in nichts nach.

Dorota erschien passend zu ihrem Intro-Song “Dance with somebody” im legendären roten Paillettenkleid. Eines von vielen Kleidungsstücken aus ihrem Kleiderschrank, daß sie an dem Abend vorführte. Völlig von sich abgelenkt, machte sie sich schön und korrigierte völlig unötigerweise ihr Make-Up. Erst als Pavel ihr Lieblingsthema ansprach, wandte sie sich vom Schminkspiegel ab und den Männern in der ersten Reihe zu, die sie in ihr “Money-Medley” integrierte.

Ein neuer Teil brachte Pavel in den Fokus, bzw. ein unterschätztes Instrument der Popmusik: die Kesselpauke. Dazu verließ er den Platz hinter seinem Schlagzeug, den Bogdan einnahm und trat hinter vier große Kesselpauken, die in der Bühnenmitte aufgebaut waren. Ich fand es schön, daß auch der älteste Bruder einen Solopart abseits der Schießbude hat. Und was für einen. Er demonstrierte, welche bekannte Hits auf diesem Instrument komponiert wurden. Unterstützt von Bogdan am Schlagzeug spielte er das bekannte “Whole lotta Polka” in energischer Weise. In diesen Momenten merkt man, daß der kleine Pavel nicht nur den Pop vom Opa hat, sondern auch einige Rockklänge in der Jugend aufgeschnappt haben muß.

Apropos Rock, nachdem Pavel die Felle in übertragenem Sinne in Brand steckte, tat es ihm Mirek wenig später nach. Henjek & Stenjek treugen seine goldene, dreihalsige Stratocastri im Koffer herein. Zu unserer Freude stimmte er sogleich die “Ballade pour Adrenaline” an und nicht das Instrumentalstück des vergangenen Programms. Die Ballade heißt nur so, sie ist im Grunde ein reiner Rocksong, wie man ihn von einem Leadgitarristen erwartet.

In diesem Programm wurde wieder der Werdegang von Andrzej beim polnischenFilm erläutert. Die Geschichte, die zu seinem Hit “Porn to be alive” führt. In seinen hautengen, lila farbenen Overall hatte er sich noch nicht hereingeatmet, machte jedoch auch im Bademantel eine gute Figur. Das Lied wird mit einem Gitarrensolo beendet, das wir am Vortag nur beim Soundcheck gehört haben, im Programm hatte es gefehlt. Wenn er, begleitet von Mirek, seine Gitarre sprechen ließ kam wieder Rockfeeling in der Halle auf. Gesteigert wird das Bild dann noch von Bogdan und Dorota, die sich beide ebenfalls mit einer Gitarre bewaffnet dazu gesellten. Die Vier nahmen eine V-Formation ein und weil vier Gitarren natürlich nicht reichen, kamen noch die beiden Bühnenhelfer Olek und Bolek mit einer Gitarre in der Hand dazu und bildeten die Enden vom V.

Generell finde ich, daß das Zusammenspiel stärker im Vordergrund steht, als bei den vergangenen Touren. Vielleicht liegt es an der komplett reisenden Familie. Selten steht jemand alleine auf der Bühne, meistens wird er von einem anderen unterstützt und die Stücke werden viel mehr inszeniert. Mag aber Einbildung sein, weil wir schon soviele Konzerte gesehen haben, daß vieles selbstverständlich wird, was nach einem halben Jahr Pause und einem neuen Programm vermutlich ins Auge fällt.

“Polka’s coming home” scheint länger zu gehen, als die vorangegangnen Programmen, denn auch in Düsseldorf ging erst gegen 23.00 Uhr das Saallicht wieder an. Was natürlich ein Indiz dafür ist, daß die Düsseldorfer ihre Lieblingspolen genauso zu mehreren Zugaben überredet hatten, wie die Kölner Zuschauer am Freitag. Sie wollen es zwar nicht wahrhaben, aber so unterschiedlich sind Düsseldorfer und Kölner letztendlich doch nicht. Zumindest teilen sie einen guten Musikgeschmack. :-)

Und weil wir nicht genug bekommen können, wird der Tourbericht fortgesetzt.

Galeria Fotoski 2

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https://youtu.be/gkMb-8seGtY
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