Kundensupport deluxe

Samsung – BD-D5500

Ich ärgere mich seit Wochen über den Hersteller meines Blu-Ray-Players.
Nachdem unser DVD-Player seinerzeit das Zeitliche segnete, habe ich mich informiert und mir einen Player von Samsung geholt, denn ich wollte kein No-Name-Gerät.

Im Herbst fing es an, ich konnte “Fremde Gezeiten” nicht richtig abspielen. In einem Kapitel ruckelte das Bild und der Ton setzte aus. Das Kapitel habe ich dann übersprungen und das Problem setzte später immer wieder ein. Der Filmgenuß war ruiniert und nach einigen Mails an Disney und Samsung hatte ich das Problem ad acta gelegt.

Bis wir im Januar “Men in Black” schauen wollten. Der Film ruckelte schon im Menu, an ein Abspielen war gar nicht erst zu denken. Anstatt einem ruhigen Abend auf der Couch, habe ich dann versucht das Problem zu lösen, aber natürlich war bei Samsung keiner mehr zu erreichen.  E-Mails waren nur möglich, wenn man vorher sämtliche persönliche Daten preisgibt. Verstehe nicht, was meine Anschrift mit der Abspielfähigkeit zu tun hat, deswegen hatte ich mich an den Live-Chat gewandt.

Dort hatte ich das genaue Modell, die Seriennummer und die Firmware-Version angegeben. Alle Daten, die ich für wichtig hielt. Ich wurde gebeten, Fotos von der Disc und dem Cover hochzuladen. Das ging natürlich nur über das besagte Mailformular.
Also hatte ich mich dazu durchgerungen und die Anfrage ausgefüllt. Dort gab es ein Feld für die Seriennummer, daß ich natürlich ausgefüllt hatte, schließlich hatte ich ja alle Daten vorliegen, weil ich die schon im Chat mitgeteilt hatte.
Dann bekam ich diese Antwort:

Hallo Holly,
vielen Dank für Ihre Anfrage.

Damit wir Ihr Anliegen intern zur Prüfung weitergeben können, benötigen wir weitere Informationen:

– den vollständigen Modellcode Ihres Blu-ray Players
– die vollständige Seriennummer Ihres Blu-ray Players
– die aktuell installierte Firmware-Version
– das Kaufdatum

Bei weiteren Fragen sind wir gern für Sie da. 

Irgendwie hatte ich damit gerechnet, daß Guido Cantz um die Ecke kommt.
Das waren genau die Daten, die ich bereits im Chat und bei meiner Mail angegeben hatte. Natürlich konnte ich auf diese Mail nicht antworten, sondern wurde mit einem Link wieder auf das Kontaktformular verwiesen, indem ich wieder alle Daten hätte eingeben sollen.

Da war ich dann etwas verstimmt, hatte mich abermals an den Chat gewandt und meinen Unmut kundgetan. Der gute Mann hat sich dann für das Vorgehen entschuldigt und mir mitgeteilt, daß an einer neuen Firmware gearbeitet würde. Samsung könnte halt nicht garantieren, daß jede Disc abspielbar ist und sie immer eine Zeit zur Aktualisierung benötigen.

Gestern habe ich versucht mir “Das Bourne Ultimatum” anzuschauen. Als der Film bei Kapitel 3 war, ruckelte das Bild wieder tonlos vor sich hin und ich bin auf die DVD umgestiegen. Heute habe ich dann per Chat auf das neue Problem hingewiesen und daß der Film bereits 2011 erschienen ist. Wann die neue Firmware käme könnte keiner sagen und dann wurde der Chat einfach unterbrochen. Noch nicht einmal der inzwischen liebgewonnene Rausschmeiß-Textbaustein “Kann ich sonst noch irgendwas für Sie tun” wurde gezückt.

Wenn Samsung das Problem nicht langsam in den Griff bekommt, war das der erste und letzte Blu-Ray-Player von denen. Das hätte ich vielleicht nicht erwähnen sollen. :-)
Aber bin ich so anders? Normalerweise kaufe ich mir Filme, um mir die anzuschauen und nicht, um eine Lücke im Regal zu stopfen.

Es steht auch noch die Anschaffung eines neuen Fernsehes bevor und da habe ich bisher auch mit einem Samsung-Gerät geliebäugelt, aber nach dem “freundlichen” und “hilfsbereiten” Kundensupport werde ich mich wohl nach einem anderen Hersteller umschauen. Vielleicht können die auch Player herstellen, die auch wirklich playen können.

Und die Moral von der Geschicht: Wenn ihr Blu-Rays schauen wollt, kauft den BD-D5500 nicht.

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Etikettenschwindel

Das Jahr kann nur besser werden

Ich muß den neuen Monat direkt mit einer Beschwerde beginnen.
So langsam vertreiben die steigenden Temperaturen den Winterschlaf aus meinen kleinen, plüschigen Gliedern, da habe ich mir etwas zur Stärkung besorgt. Ich schwankte zwischen Nussecke und Donut. Entschieden haben ich mich dann leider für das  falsche Gebäck, denn ich mußte enttäuscht feststellen, daß ein Donut nicht hält, was der Name verspricht. Es war gar keine Nuss drin.

Ich habe gründlich nachgeschaut. Vielleicht ist sie durch das Loch in der Mitte gefallen, aber das bezweifle ich. Aus diesem

Grunde prangere ich den Etiketten-  schwindel an und überlege an die Verbraucherzentrale zu schreiben, damit nicht andere Murmeltiere Konsumenten auch hinters Licht geführt werden. Zumindest muss ein Warnhinweis , wie z.B. “nussfrei”, “keine Nuss enthalten” o.ä., angebracht werden. Oder, um Missverständnisse ganz zu vermeiden sollte direkt der Name der klebrigen Leckerei geändert werden. Ich plädiere für “NoNut”.

So, jetzt muß ich mir was anderes zum knabbern suchen. Ich glaube, wir hatten noch irgendwo Flips….

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Strangewalking

Das Siegener Nachtleben

Der Altmeister des deutschen Kabarett gab sich im Siegener Lyz die Ehre. Leider hatte meine bessere Hälfte Spätdienst, aber die Wahl, alleine auf die Mattscheibe zu starren oder Herrn Hildebrandt zu lauschen war eigentlich keine. So entschloss ich mich nach der Arbeit mein Glück zu versuchen und ließ mich im beschaulichen LYZ auf die Liste der Kartenlosen eintragen. Schon eine Ironie des Schicksals, denn normalerweise lächeln uns unsere Eintrittskarten schon Monate vorher von der Pinnwand zu, aber bei den letzten beiden Auftritten von Dieter Hildebrandt im Siegerland waren wir zu spät dran und auf eine glückliche Fügung angewiesen. Kurz vor 20.00 Uhr wurde ich dann langsam nervös, aber das freundliche Pärchen neben mir spekulierte auch noch auf Karten zu dem ausverkauften Abend. Nachdem sich die glückliche Fügung breitschlagen ließ, bahnten wir drei uns um 19.59 Uhr den Weg in die letzte Reihe, von wo aus man auf alle runterschauen konnte. Eine sehr ungewöhnliche Perspektive, denn eigentlich schaue ich zu Dieter Hildebrandt seit Kindesbeinen auf. ;-)

“Und wer mißbraucht mich” war einer der Arbeitstitel des Programms, das letztendlich “Ich kann doch auch nichts dafür” heißt. So nimmt man es Dieter Hildegard …äh… Hildebrandt auch nicht übel, daß er den Anfang seines Programms nicht gefunden hat, denn vorher galt es noch viele brennende Fragen des aktuellen Weltgeschehens zu beantworten, z.B. wer jetzt Sieger der Tour de France von 1999 – 2004 wird. Die Antwort auf diese Frage wußte er nicht, war sich aber sicher, daß es kein Radfahrer sein kann. Und bis alle wichtigen Fragen beleuchtet wurden, war die erste Hälfte schon fast rum. Aber er konnte doch auch nichts dafür.

Diese “Lesungen” werden nicht langweilig, auch, wenn ich dieses Programm in den letzten Jahren schon zweimal zuvor gesehen hatte. Ich genieße einfach seine Betrachtungsweise auf die Politik und den Alltag. Sie sind nach wie vor genauso scharfsinnig wie amüsant und stellenweise böse. Aber ich habe nie den Eindruck, daß er den Zuschauern seine Meinung aufzwingen will. Er läßt sie an seinen Überlegungen teilhaben, entlarvt so einige hohle Phrasen und Köpfe, ohne das Publikum zu bevormunden. Und ich, als Sportuninteressierter, kann seine Begeisterung für die Übertragung von Sportereignissen sehr gut nachvollziehen, hätte es aber nicht so gekonnt auf den Punkt bringen können. Mit Recht hat der Saal den Auftritt dann mit Standing Ovations quotiert. Als Dank trug der im März 86 Jahre alt werdende Meister des deutschen Wortes ein Gedicht auf schlesisch vor. Was vorher keinem so bewußt war, Schlesisch hat eine gewisse Ähnlichkeit zu dem hier gesprochenen Siegerländer Platt, so daß die R’s besonders betont wurden.

Unscharfe Bilder aus der letzten Reihe

 

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Groovy. Funky.

2x 45 Minuten plus Verlängerung

Die zweite kulturelle Veranstaltung in diesem Jahr führte uns sowohl musikalisch als auch thematisch in ganz neue Gebiete. Die Funky Freaks gaben ihr erstes Auswärtsspiel, nachdem die Premiere beim Heimspiel in Duisburg am 29.12. schon sehr gelungen war.
Recht spontan entschlossen wir uns, uns auf die Reise nach Oberhausen und ins Ungewisse einzulassen, obwohl das Thema Fußball für Holly wohl so interessant ist wie für mich aus Spaß Schuhe kaufen: Irgendwo zwischen 1 und 0 %. Dennoch sprachen mehrere Gründe für das Wagnis: Viele bekannte, liebgewonnene Gesichter aus dem Kreis der Bekloppsten hatten ihr Kommen angekündigt und auch die meisten der Akteure auf der Bühne sind Mitglieder der Familie Popolski. Noch Fragen?

Karten hatten wir zwar keine, aber es sollte an der Abendkasse noch welche geben. Wie sich herausstellte, gab es leider noch mehr als genug. Wären wir nicht gekommen, hätte es wahrscheinlich keine erste Reihe gegeben, denn alle übrigen Besucher flüchteten sich an die Stehtische oder weilten vor dem Tresen der Bar. Um kurz vor 20 Uhr war die Halle mit geschätzten 100 Leuten immer noch sehr spärlich besucht. Trotzdem joggte die Mannschaft der Funky Freaks gut gelaunt auf die Bühne und startete mit der einzig wahren Fußball-Hymne der EM 2012: „Ole, ole ole“.

Die Mannschaftsaufstellung kommt einem sehr bekannt vor. Linksaußen an der Stratocas… Gitarre findet man Mirko van Stiphaut, direkt dahinter Ludwig Götz und Rüdiger Testrut an Posaune und Trompete. Verstärkt wird die Truppe der Blasinstrumente von Marc Leymann am Saxophon. An der Schießbude trommelt Jörg Hamers, rechts daneben greift Martin Furmann in die Bass-Saiten und Daniel Basso in die Tasten des (offensichtlich nicht aus Poland stammenden) Keyboards. Markus Grieß sorgt auch heute für die kleinen Einspieler zwischendurch. Ab und an brüllt Trainer Thomas Naatz Anweisungen von hinten.

Bei dieser Besetzung kann es über die musikalische Qualität keine Diskussion geben. Die Leute haben es einfach drauf und harmonieren nach soviel Tour-Erfahrung einfach perfekt. Alle Titel drehen sich rund um das Thema Fußball. Schiedsrichter Andreas Schleicher übernimmt den Gesang bei den meisten Liedern des Abends (die leiseren Töne der Balladen werden von Daniel Basso dargeboten) und ist außerdem der Spielleiter, der durch den Abend führt. Unterbrochen werden die Stücke von Weisheiten des Ledergotts, dem standesgemäß respektvoll auf den Knien gehuldigt wird. In den ersten 45 Minuten fällt leider kein Tor, dafür gibt es ein böses Foul von Mirko van Stiphaut zu verzeichnen, welches natürlich vom Schiri gepfiffen wird.

Überhaupt passiert ständig etwas auf der Bühne und man weiß nicht, wo man hinschauen soll. Immer wieder werden Dehnübungen oder Liegestütze zur Auflockerung der Muskulatur eingeflochten, auch der lästigen Trainingsanzüge entledigt man sich, nachdem man sich warmgelaufen hat. In der zweiten Hälfte geht es dementsprechend weiter. Das legendäre Oliver Kahn – Zitat „Eier. Wir brauchen Eier.“ bekommt ein musikalisches Gewand und die Blasfraktion tritt aus dem Schatten und widmet dem Schiri ein Lied. Endlich verwandelt van Stiphaut auch und schießt in letzter Sekunde das Tor zum 1:0.
Leider wird heute auf Trikottausch verzichtet und auch kein Flitzer schafft es auf die Bühne und wird überwältigt. Zwei Komponenten, die ich eigentlich fest erwartet hatte, nachdem mir davon vom ersten Konzert berichtet wurde. Buh! Die Nachspielzeit steht ganz im Zeichen der Ballade „Sing ein Lied“, die sofort ins Ohr geht und dank des eingeblendeten Textes sofort mitgesungen werden kann. Auch wenn der Schiri zweimal ansetzen muß, da seine geliehene Gitarre im Verlauf der Show sehr gelitten hat und dementsprechend „verstimmt“ ist (sic!).

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es ein sehr schöner, witziger Abend mit guter Musik war. Live-Musik ist einfach immer wieder ein Erlebnis und die Band groovt einfach nur. Es ist auch schön zu sehen, wenn Musiker auf der Bühne Spaß haben und das war definitiv an diesem Abend der Fall. Dennoch werden wir wohl nach wie vor der „kompletten“ Familie eher die Treue halten als der Weiß-gelben Mannschaft.

Bilder aus der Südkurve Altenberg

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Wunderbar, dabei zu sein

Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt

Kaum hat 2013 begonnen, jagten ein Senior und eine schöne Senorita schon wieder auf der Autobahn ihrem ersten Konzert des Jahres entgegen. Die Fahrt führte uns nicht nur nach Dortmund, sondern in vergangene Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts. Ulrich Tukur hatte wieder einmal mit seinen Rhythmus Boys gerufen, um Musik für schwache Stunden zu präsentieren. Angefixt von den Konzerten des letzten Jahres konnten wir uns dem Ruf nicht erwehren, denn wir sagten bereits im Juni, daß es nicht das letzte Mal war.

Da waren wir also wieder; zwei in einer großen Stadt. Nachdem das Auto sicher im Parkhaus verstaut war, suchten wir unseren Weg zu Fuß durchs Dortmunder Zentrum und ich konnte leider festhalten: “Ich steh im Regen”. Denn es fing leicht an zu nieseln, aber zum Glück war das Konzerthaus nicht weit. Die großen, eleganten Konzerthäuser stehen immer im Kontrast zu den kleinen Clubs, in denen wir üblicherweise der Musik frönen.

Wir hatten uns für das Konzert in diesem Tanzpalast für Plätze auf dem Balkon, rechts neben der Bühne, entschieden. Dadurch hatten wir einen etwas ungewohnten, aber guten Blick auf die Bühne. Es war interessant, die Vorstellung mal aus einer anderen Perspektive zu erleben und so bekamen wir auch mit, daß sich Kalle Mews nach der Pause die Schuhe bringen lassen mußte, in die er nach dem ersten Lied schlüpfte. Dafür ist die Fotoausbeute wieder spärlicher ausgefallen. Man kann halt nicht alles haben.

Aber was wir hatten, war wieder ein sehr unterhaltsamer und witziger Abend. Ich finde es immer schwierig, das Besondere dieser Konzerte zu beschreiben. Viele Leute in meinem Umkreis schauen mich merkwürdig an, wenn davon ich erzähle.
Die Musik hat mich einfach verliebt gemacht, besonders wenn Herr Tukur sie mit seinen Jungs so liebevoll, vergnüglich und charmat vorträgt. Auch, oder gerade weil der Bandleader an dem Abend den einen oder anderen Texthänger hatte und ab und zu in die falsche Tasten griff, war die Stimmung auf der Bühne gut. Die drei Herren hatten sichtlich Spaß und spielten gut gelaunt. Wie üblich trug Ulrich Tukur immer mal wieder ein Gedicht zwischen den Liedern vor, oder erzählte eine kleine Geschichte. Herr Märtens und Herr Mayer nutzten dann die Gelegenheit einen Schluck zu trinken und übergaben Herrn Mews ihre Instrumente. Man muß einfach mal gesehen haben, wie Herr Mews denn Kontrabass seines Mitmusikers hält. :-)

Diese kleinen Nummern, die subtile Gestik und Mimik der Jungs lassen sich nicht beschreiben. Die machen das Programm einfach so unterhaltsam. Dazu gehören natürlich auch wieder die Bauchtanznummer von Herrn Märtens und die Präsentation seiner Bauchrednerpuppe, die so lebensecht einen Kakadu imitieren kann. Herr Mayer durfte mit einigen Soli wieder beweisen, daß er ein Virtuose am Instrument ist, auch wenn der Rücken nicht mehr so mit macht. Und sein philosophischer Monolog durfte selbstverständlich nicht fehlen, denn schließlich hat der Abend auch einen pädagogischen Auftrag. Gefehlt hat dagegen das Lied “Fun on the Titanic”. Dafür boten sie einen japanischen Song in Originalsprache dar, an dem sie lange geprobt hatten.

Die Musik spielte ganz leise, wenn es angebracht war, wenn nicht, wurde richtig in die Saiten gegriffen und das Schlagzeug malträtiert. Langeweile kam bei dem abwechslungsreichen Programm nicht auf. Selbst das Nachgespenst hinter uns, daß sich des Öfteren laut mit ihren Mitbesuchern unterhielt, hatte hörbar Spaß.
Die Pölser, eine dänische Kraftakrobatengruppe, beendeten den ersten Teil und eröffneten den zweiten Teil des Programms. Diese genauso vergnügliche wie sinnlose Nummer, ist besonders amüsant, weil sie im totalen Kontrat zu der seriösen Vorstellung der vier charmanten Männern im Anzug steht. Genauso wie die etwas chaotische Darbietung von “Old McDonald”, bevor sie den Mond von St. Pauli mit einer sehr atmosphärischen Version von “La Paloma” aufgehen ließen.
Viele Zuschauer verließen schon den Saal, aber die Künstler kamen noch einmal zurück und spielten, ich möchte fast sagen rockten, “Tanzmusik” als letzte Zugabe, bevor das Saallicht anging und diese zauberhafte Nacht beschloß.

Es war einfach wieder wunderbar dabei zu sein. Wir ließen den Abend dann mit vier Herren und einer netten Dame in einem Restaurant ausklingen, bevor wir zurück zum Parkhaus mußten. Zwar hatten wir kein Heimweh, aber wenn wir unser Auto nicht vor 24 Uhr ausgelöst hätten, hätten wir mit der letzten Straßenbahn fahren müssen.
Was bleibt zurück? Die Gewissheit, daß wir so einen Abend unbedingt wiederholen müssen. Auch wenn wir genau wissen, so wird’s nie wieder sein.

Vogelperspektive

 

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